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DIY: Upcyclen von Terrakotta-Blumentöpfen

 

Und plötzlich ist der Frühling da! Ich hab mich zwar lange darauf gefreut, jetzt muss ich aber ehrlich gestehen, dass mir der Übergang zwischen dem gefühlt ewigen Winter und den fast sommerlichen Temperaturen doch etwas abrupt vorkam. Unter anderem auch, weil meine Terrasse und die Blumenbeete noch im Winterschlaf lag. Also habe ich die Urlaubswoche und die letzte Frühsommerwoche dazu genutzt, um beides mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ganz oben auf der To Do-Liste standen meine Blumentöpfe: Mal abgesehen von den halb abgestorbenen Pflanzen und dem Unkraut darin, fand ich dieses Terrakotta-Orange leider noch nie schön. Dazu bildete es zu den moosbewachsenen Steinplatten einen sehr unschönen Kontrast. Töpfe aus Plastik kommen für mich allein schon deshalb nicht in Frage, weil sie zum Einen unheimlich teuer sind und zum Anderen im Winter leider überhaupt keinen Frotsschutz bieten. Da sind mir die -zwar leider hässlichen- Tontöpfe dann doch lieber… Die andere Hälfte meiner Blumentöpfe hatte ich vor etwa 4 Jahren schon mal mit Wandfarbe weiß gestrichen. Die Kandidaten hatten ihre beste Zeit aber nun auch mehr als hinter sich und brauchten mal wieder einen frischen Anstrich.

 

 

In der Hoffnung, dass die Farbe diesmal vielleicht sogar noch etwas länger hält, hab ich in diesem Jahr zu Fassadenfarbe gegriffen. Nachdem die Wandfarbe irgendwann anfing abzubröckeln und Versuche mit Lack leider gescheitert sind, da die Farbe unschön abblättert und nicht mehr überstreichbar war, mussten dieses Jahr härtere Geschütze aufgefahren werden! Wer nicht zufällig noch Überbleibsel vom letzten Hausanstrich übrig hat, kann Fassadenfarbe für unter 10 Euro im praktischen 1 Liter-Eimer im Baumarkt seines Vertrauens kaufen. Das Schöne daran: Sie lässt sich einfach auftragen, kann mit Vollton-Farbe in jede beliebige Nuance abgetönt werden, ist auf umweltfreundlicher Wasserbasis und trotzt Wind und Wetter.

 

Material:

Alte Blumentöpfe: Ebay-Kleinanzeigen

Fassadenfarbe: Schöner Wohnen Fassadenfarbe

Lackierwalze aus Schaumstoff: Baumarkt

Pinsel: Amazon.de

 

 

Wer keine alten Töpfe zum Upcyclen hat, kann sie zuhauf gebraucht bei Ebay-Kleinanzeigen für wenig Geld finden. Ich persönlich finde es auch sehr schön, wenn der Blumentopf ein Muster oder eine besondere Struktur hat. Dann kommt die Farbe nochmal besser zur Geltung.Bei alten Blumentöpfen empfehle ich, diese vor dem Streichen mit einem Stahl-Schwamm von Schmutz zu befreien. Falls sich – wie in dem Fall meiner Töpfe- Moos darauf angesammelt hat, kann dies mit einer Lösung aus Essig und Wasser, mithilfe eines Schwamms, abgewaschen werden. Danach sollte der Blumentopf aber gut durchtrocknen bis er dann gestrichen wird. Wie man streicht brauche ich vermutlich nicht zu erklären. Aus Erfahrung hab ich aber gelernt, dass eine einfache Schaumstoff-Walze und ein Pinsel sehr gute Dienste leisten. Um ein gleichmässig deckendes Ergebnis zu erzielen, habe ich in 2 mal gestrichen und dazwischen jedes Mal eine Pause zum Trocknen der Farbe eingelegt. Bei gutem, trockenen Wetter ist das aber innerhalb weniger Stunden erledigt.

 

Viel Spaß beim Upcyclen,

 

 

 

 

 

 

 

 

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DIY Adventskranz mit Moos

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…nächstes Wochenende ist es wieder soweit: Mit dem Beginn der Adventszeit startet auch der Weihnachtscountdown. Im Gegensatz zu den Jahren davor bin ich dieses Jahr aber darauf vorbereitet und habe sogar schon den Adventskranz fertig! Eigentlich bin ich sonst immer der Typ „auf den letzten Drücker“ und stehe dann mit schöner Regelmäßigkeit am Samstag vor dem 1. Advent ratlos in einem Deko-Laden und kaufe planlos alles, was ich so kurzfristig noch finden kann. Da mich meine Notlösungen dann aber leider nie begeistert haben, hab ich in diesem Jahr schon im Frühjahr damit begonnen, Inspirationen bei Pinterest zu sammeln. Entschieden habe ich mich für diesen simplen DIY-Kranz aus Moos. Ist mal etwas anderes als immer diese Tannenzweige, die nach wenigen Tagen halbtot herunterhängen und bei jeder kleinsten Erschütterung ihre Nadeln von sich werfen. Hier ist also nun für alle Kurzentschlossenen eine einfache DIY-Anleitung für einen wunderschönen Adventskranz, der mit der richtigen Handhabung lange hält.

 

 

Material:

1 kg Moos (gerne in verschiedenen Sorten)

1 Steckschaum-Kranz Ø 30 cm

1 großer Teller)

ca. 40 Patenthaften oder Strohblumennadeln

4 Kerzen

4 Adventskranz-Kerzenhalter

Deko-Material nach Belieben

ggf. etwas Sprüh-Schnee

 

Anleitung:

Den Steckschaum-Ring und das Moos etwa 30 Minuten vorher wässern. Dann ganz einfach das Moos auf dem Steckkranz platzieren und mit den Patenthaften feststecken. Anschließend die 4 Adventskranz-Kerzenhalter im Kranz befestigen. Sollten diese schief stehen oder etwas wackelig sein, mit weiterem Moos unterfüttern. Kerzen auf den Kerzenhaltern feststecken und die Deko nach Belieben auf dem Kranz verteilen und – wer mag kann- etwas Sprühschnee auftragen. Et voilá: Fertig ist er. Der wohl schönste Adventskranz, der diese Wohnung je geziert hat! Damit sich der hübsche Kerl auch wirklich bis zum 4. Advent hält empfehle ich, ihn entweder alle 2 bis 3 Tage mit Wasser zu besprühen, damit das Moos auch schön grün bleibt. Bei meinem Steckring ist ein Gieß-Rand aus Pappmaché drumherum, das macht die Angelegenheit für mich zum Glück ganz einfach, denn ich werde ihn einfach alle paar Tage gießen. Noch ein Tipp, um die Lebenserwartung des Kranzes erheblich zu verlängern: Wenn man ihn über Nacht raus auf den Balkon oder Terrasse die stellt hat man noch länger Freude daran. Nur bitte Vorsicht: Mit dem Platzteller drunter und vollgesogen mit Wasser wiegt mein Kranz etwa 5 kg! Und wo wir gerade bei den Safety instructions sind: Auch wenn die Kerzen festgesteckt sind, lasst den Kranz bitte nicht brennen und verlasst das Zimmer. Die Geschichten von unbeaufsichtigten Adventskränzen kann man leider immer wieder in den Zeitungen nachlesen. Und da hatte das nie ein gutes Ende. In diesem Sinne: Sänk ju vor spending jor teim hier, täik kär änd gud bei… Ich wünche Euch eine schöne Adentszeit mit euren Lieben.

 

P.S. Solltet ihr mein Experiment ausprobiert haben, freue ich mich über Bilder oder Kommentare!

 

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DIY: Marmortisch Makeover

 

Auf einem meiner Streifzüge durch die Sale-Ecke bei Depot hab ich neulich mal wieder einen Schatz entdeckt: Einen kleinen Beistelltisch aus Marmor, allerdings mit tiefen Kratzern auf der Tischplatte. Die Aussicht auf ein neues DIY-Projekt und die Tatsache, dass der Tisch nur noch die Hälfte des Originalpreises gekostet hat waren Grund genug, das gute Stück mit nach Hause zu schleppen.

 

Vorher: Kupferfarbenes Tischgestell…

 

… und tiefe Kratzer auf der Tischplatte.

 

Da ich leider kein Rosègold oder Kupfer mehr sehen kann, musste hier allerdings mehr als die Tischplatte überarbeitet werden. Nach einem kleinen Ausflug in den Baumarkt meines Vertrauens habe ich mich dazu entschlossen, das Gestell mit einem silber glänzenden Metallschutzlack zu streichen. Also erstmal die Tischplatte abschrauben und die Fusstopper entfernen. Nach einem gründlichen Anschliff mit 120er Schleifpapier habe ich eine Schicht Lack aufgetragen. Zuerst mit dem Pinsel und zum Ausgleichen direkt nochmal mit der Farbrolle hinterher. Nach 12 Stunden Trocknungszeit mussten nur noch ein paar kleinere Nasen weggeschliffen werden, bevor die zweite Schicht lackiert werden konnte.

 

Danach war dann die zerkratzte Tischplatte an der Reihe. Irgendwo im Netz habe ich gelesen, man solle Marmor mit 200er, 400er und 1000er Schleifpapier abschleifen, leider waren diese Körnungen in keinem Baumarkt verfügbar und – Überraschung – auch Amazon konnte mir nicht weiterhelfen. Schlussendlich musste dann jeweils ein Anschliff mit 180er, 600er und 800er Papier reichen.

 

Gründlicher Anschliff mit Schleifpapier für Metall in 120er Körnung als Vorbereitung für die Lackierung.

 

 

Kleiner Tipp für bequeme Menschen: Wenn man die Lackwanne in eine Plastiktüte steckt, ist die Reinigung im Anschluss nur noch eine Sache von Sekunden!

 

 

Schleifpapier für Stein in 180er, 600er und 800er Körnung zum Ausgleichen und Polieren der Marmorplatte.

 

 

 

 

Um den Stein vor Wasser zu schützen wird er mit Stein-Versiegelung dünn (!!!) eingerieben. Überschüssige Produktmengen sofort mit einem Küchenkrepp abnehmen, sonst bilden sich Schlieren.

 

Et voilá: Frisch lackiert und poliert.

 

 

 

 

Tisch: Depot (ähnliche Tische hier und hier)

Schleifpapier für Stein & Metall: erhältlich in jedem gut sortierten Baumarkt

Stein-Versiegelung: Mellerud

 

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DIY: Vintage-Tablett mit Chalky Paint

 

Ich bin so ein Schnäppchen-Opfer: Ich kann an extrem reduzierten Teilen nur schwer vorbeigehen. Auf diesem Weg hat es schon das eine oder andere Kleidungsstück in meinen Kleiderschrank geschafft, was ich mir – sind wir mal ganz ehrlich – zum ursprünglichen Verkaufspreis im Leben nicht gekauft hätte. Ist der Preisnachlass aber größer als 50 Prozent meldet sich bei mir sofort das Belohnungszentrum in meinem Hirn und sagt “Das musst Du kaufen! Das ist um die Hälfte günstiger. Da sparst Du Geld!” Das ist so ein Phänomen, dass man sich tatsächlich denkt, man spart Geld, indem man es ausgibt. Kurios!

So bin ich auch zu meinem neuen DIY-Projekt gekommen: Ein riesengroßes, weißes Tablett, das ich bei   Depot in der Sale-Ecke entdeckt habe. Das gute Stück hatte zwar einige Macken und Kratzer, war aber von 24.95 € auf 5 € reduziert. Alarm im Vorderhirn! Ich hab nicht lange überlegt, mir das Tablett unter den Arm geklemmt und bin damit zur Kasse gestiefelt.

 

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Zuhause angekommen habe ich dann stundenlang Pinterest durchforstet, auf der Suche nach einem neuen Look für das Schnäppchen. Da auch ich dem Marmor-Hype verfallen bin, aber leider keine Möglichkeit gefunden habe, wie man auf ein Tablett von der Größe ein Marmor-Muster zaubert, habe ich dann den Krakelier-Effekt für mich entdeckt: Dabei werden zwei (unterschiedliche) Farbschichten auf ein Objekt aufgetragen. Dazwischen wird ein Krakelier-Medium gestrichen, so dass die obere Lackschicht reißt und die untere durchscheint. Teilweise kann man das wohl erreichen, indem man Leim zwischen den beiden Farben aufträgt oder die zweite Farbschicht mit einem Föhn trocknet. Das war mir nur etwas zu unsicher, deshalb habe ich zu einem fertigen Krakelierlack aus dem Bastelbedarf gegriffen. Da ich bei mehreren Rezensionen auf Amazon gelesen habe, dass man besser alle Produkte vom gleichen Hersteller nimmt und ich ohnehin ein mattes Finish haben wollte, habe ich mir zwei Chalky Finish Farben von Rayher mit dem passenden Krakelierlack und ultramattem Lack zm Versiegeln gekauft.

 

 

Material:

120er Schleifpapier zum Vorbereiten

Chalky Finish Weiß

Chalky Finish Ebenholz

Chalky Finish Krakelier-Medium

Chalky Finish Klarlack ultramatt

 

Die Chalky Farben waren mit je ca. 10 € für 236 ml für meine Begriffe etwas teuer, aber der Versuch war es mir wert. Als Erstes hab ich das Tablett mit dem Schleifpapier angeraut und dabei schon einige der vorhandenen Macken und Kratzer begradigt. Damit der Lack auch gut haftet, musste dann der Schleifstaub vom Holz entfernt werden. Dazu war ein feuchtes Tuch und etwas Spülmittel  völlig ausreichend. Dann ging es an die erste Farbschicht, das Schwarz: Da ich bei meinen Projekten immer großen Wert darauf lege, dass der Lack streifenfrei ist, arbeite ich am liebsten mit einer Schaumstoffrolle. Das funktionierte hier aber leider nur mäßig bis gar nicht! Ich weiß nicht, ob es  an der Rolle lag oder am Lack oder vielleicht auch an mir. Die Farbe liess sich nur sehr schwer verteilen! Also hab ich irgendwann aufegegeben und zum Pinsel gegriffen. Das klappte zwar wesentlich besser, hinterließ aber leider die eigentlich unerwünschten Streifen. Gut, man kann halt nicht Alles haben…

 

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Für die weitere Bearbeitung war dann erst wieder einige Tage später Zeit. Das hatte aber auch den Vorteil, dass die Farbe bis dahin gut durchtrocknen konnte.  Für den Krakelier-Effekt muß der Reißlack zwischen der ersten und zweiten Farbschicht aufgetragen werden. Das war dank der flüssigen Konsistenz aber sehr einfach und schnell erledigt.

 

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Nach gut zwei Stunden Trockenzeit folgte dann der eigentlich spannende Teil: Die weiße Farbschicht. Je nachdem, ob man diese in einer dünnen oder dicken Schicht aufträgt, werden die Risse entweder fein oder groß und breit. Man muss sich aber in jedem Fall beeilen, da der Lack schon nach kurzer Zeit haftet und bei erneutem Drüberstreichen wieder abbröckelt! Das ist mir dann auch prompt an einer Stelle passiert und ich musste das weiße Chalky Finish dann an der Stelle wieder entfernen und die letzten beiden Schritte wiederholen. Ärgerlich! Dafür ging dann die Versiegelung mit dem Überlack einen Tag später widerum erstaunlich leicht von der Hand! Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war nur dessen leicht milchig-weiße Farbe, die aber beim Trocknen wieder transparent wurde. Et voilá – fertig!

 

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Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Endergebnis ganz zufrieden. Allerdings fand ich die Kalkfarbe nicht ganz so grandios wie ich auf anderen Blogs gelesen habe. Die Streifen durch den Pinsel haben sich auch nach dem Trocknen nicht von alleine korrigiert und die Deckkraft fand ich jetzt leider auch nicht so toll. Hinzu kam die Schwierigkeit, dass man sich mit dem Auftrag der Farbe sehr beeilen muss, da sie sonst bröckelt. Bei potenziellen zukünftigen Projekten würde ich wahrscheinlich eher zu einem Buntlack auf Wasserbasis greifen.

 

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Massivholz pflegen: Schleifen und Ölen

 

Ich liebe Massivholzmöbel – vor allem aus Eiche. Viele denken leider an dunkle, rustikale Schrankwände, die gefühlt sämtliches Licht im Zimmer schlucken. Dabei kann diese Holzart so viel mehr: Undbehandelt ist das Holz sehr hell und hat je nach Art einen schönen goldgelben bis grauen Unterton. Beim Skandinavischen Einrichtungsstil, der freundliche  Farben wie weiß und grau mit hellen Holzmöbeln kombiniert, sind auch immer wieder Möbel aus Eiche zu finden. Das Holz zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit sowie einen hohen Abnutzungswiderstand aus, bei guter Pflege sind Eichenmöbel also auch sehr langlebig. Aber wie pflegt man unbehandeltes Holz eigentlich und wie aufwendig ist das?

 

Nach zwei Jahren hat dieser Tisch ein bisschen Pflege mal wiedere bitter bötig.

Nach zwei Jahren hat dieser Tisch Pflege mal wieder bitter nötig!

 

Grundsätzlich haben Massivholzmöbel den Vorteil, dass man sie wieder aufarbeiten kann. So lassen sich Flecken im Holz abschleifen und auch Risse kann man mit Holzspachtel auffüllen und nach einer neuen Schicht Lack ist davon kaum noch etwas sichtbar. Gerade Esstische bekommen mit der Zeit Flecken: Auf unserem fanden sich Ränder von Rotwein-Gläsern und man konnte ganz genau sehen, wo mal irgendwann ein Deckel von einem Kochtopf abgelegt wurde. Wenn der Deckel nämlich noch heiß ist und das Kondenswasser daran runter läuft ergibt das diese unschönen grauen Abdrücke auf dem Tisch. Das Holz wird außerdem mit der Zeit etwas spröde, weil sich die trockenen Fasern aufstellen. Daher sollten Massivholzmöbel von Zeit zu Zeit abgeschliffen und geölt werden. Das Öl sorgt außerdem dafür, dass die Oberfläche versiegelt und so widerstandsfähiger wird gegen Flecken und Feuchtigkeit.

 

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Wasserflecken und Abdrücke von abgestellten Gegenständen lassen sich mit der Zeit nicht vermeiden – aber zum Glück auch schnell wieder beheben!

 

 

Die Oberfläche war mittlerweile ziemlich rau.

Die Oberfläche war mittlerweile ziemlich rau.

 

Unser Tisch war jetzt nach zwei Jahren mal wieder fällig. Auf den Fotos kann man ganz gut sehen, dass er ein bisschen gelitten hat. Von Wasser über Öl bis hin zu Rotwein hatte er eine ganze Reihe von Flecken auf der Tischplatte. Außerdem fühlte sich die Oberfläche mittlerweile sehr rau an. Da kam es sehr gelegen, dass wir neulich bei IKEA waren und mich eine große Dose Holzöl angelacht hat. Dazu habe ich mir im Baumarkt ein grob- und ein feinkörniges Schleifpapier für Holz gekauft und einen relativ breiten Pinsel. Glücklicherweise gibt es in meiner Familie einen Multischleifer, der über die Jahre schon bei so einigen Renovierungen extrem gute Arbeit geleistet hat. Das gute Stück hat ca. 80 € gekostet und ist meiner Meinung nach jeden Cent wert. Gerade so große Flächen lassen sich damit in wenigen Minuten schnell und vor allem sorgfältig abschleifen.

 

Die Essentials für die Schönheitsbehandlung...

Die Essentials für die “Schönheitsbehandlung”…

 

Aber fangen wir von vorne an: Als Erstes hab ich den Tisch gründlich abgesaugt. Dann folgte die Vorbereitung des Holzes mit dem  Multischleifer und einem mittelgröberen Schleifpapier in einer  80er-Körnung. Damit habe ich alle oberflächlichen Flecken entfernt und die raue Holzfaser etwas geglättet. Achtung: Bitte immer nur in Richtung der Maserung schleifen! Um sicher zu gehen, dass ich auch keine Stelle vergessen habe, habe ich in gleichmäßigen Bahnen langsam auf und ab geschliffen. Insgesamt hat das etwa 10 Minuten gedauert, bis die Tischplatte inklusive Rändern vorbereitet war. Auch wenn der  Multischleifer eine Absaugautomatik hat, die beim Schleifen den Staub in einem Behälter auffängt, lässt es sich nicht vermeiden, dass man Staubpartikel einatmet. Wenn man von Hand schleift passiert das natürlich erst Recht. Ich empfehle also einen Mundschutz, den es schon für wenig Geld im Baumarkt gibt.

 

Nach dem ersten Abschleifen mit 80er Schleifpapier.

Nach dem ersten Abschleifen mit 80er Schleifpapier: das Holz sah viel heller aus und hatte einen leicht gräulichen Schimmer.

 

Nachdem ich die Tischplatte dann wieder gründlich abgesaugt habe, ging der eigentliche Spaß los. Erst mal gab es einen kleinen Kampf mit der Öl-Dose, die sich leider nicht so einfach öffnen ließ wie gedacht. Im zweiten Anlauf hat dann ein dünner Schraubendreher den Kampf gewonnen. Als die Dose offen war gab es die nächste Überraschung, denn zu meinem Erstaunen sah das Öl  nicht aus wie Öl, sondern war eher eine milchig-weiße Flüssigkeit. Das liegt aber vermutlich daran, dass es kein natürliches Öl ist wie ein Lein-Öl, sondern noch spezielle Zusatzstoffe, die sogenannten Sikkative enthält, die es schneller trocknen lassen. Die Verarbeitung war aber sehr einfach und schnell. Der milchige Film war zunächst auch auf dem Holz zu sehen, ist mit dem Trocknen aber dann verschwunden.

 

So sieht das Behandla Holzöl von IKEA aus.

Behandla Holzöl von IKEA.

 

Aufgetragen hinterließ das Öl erst einen milchig-weißen Schleier auf dem Holz.

Aufgetragen hinterließ das Öl erst einen milchig-weißen Schleier auf dem Holz.

 

Ich hab den Tisch dann über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Morgen war die Tischplatte noch leicht feucht, aber ideal, um jetzt mit dem zweiten Schleifgang zu beginnen. Also schnell das 180er Papier auf den Schleifer und auf in die zweite Runde. Das Ergebnis hat mich dermaßen begeistert, dass ich auf die zweite Ölschicht verzichtet habe. Man kann die einzelnen Schritte je nach Holzbeschaffenheit und –zustand ein bis drei Mal wiederholen. Das war bei meinem Tisch aber nicht mehr nötig: Mal abgesehen von den rückstandlos entfernten Flecken ist das Holz wieder ganz eben und weich! Für Nichthandwerker klingt das eventuell etwas seltsam, aber ich finde die Haptik von frisch geschliffenem Holz sehr angenehm. Einzig und allein ein drittes Mal Absaugen musste sein. Das war‘s aber auch schon!

 

Das Ergebnis nach einem Tag Trocknungszeit.

Das Ergebnis nach einem Tag Trocknungszeit.

 

Nach weiteren 24 Stunden Trocknungszeit, die eine reine Vorsichtsmaßnahme waren, war der Tisch dann auch wieder normal zu benutzen. Insgesamt hat die Bearbeitung etwa 1,5 Stunden gedauert, dazu kam die erste Trocknungsphase über Nacht plus nochmal ein Tag, bis das Öl komplett weggetrocknet ist. Der Tisch ist jetzt zwar dunkler, das wird sich mit der Zeit aber wieder geben. Schließlich wird das Sonnenlicht den Tisch wieder nach und nach aufhellen.

 

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Und das Endergebnis nach zweimaligem Schleifen mit unterschiedlichen Körnungen und einer Schicht Öl: Von Flecken absolut keine Spur mehr!

 

Mein Fazit: Alle zwei Jahre mal 1,5 Stunden Zeit in die Holzpflege investieren ist meiner Meinung nach wirklich in Ordnung! Die meisten furnierten Möbelstücke sind oftmals nicht so widerstandsfähig und wenn das Furnier mal einen Fleck hat, ist es in den meisten Fällen reif für den Sperrmüll. Da lobe ich mir doch ein Stück aus Massivholz, was mich viele Jahre begleitet und sich ganz easy wieder aufarbeiten lässt!

 

 

Eine schöne, glatte Holzfaser!

Eine schöne, glatte Holzfaser!

 

Material:

IKEA Behandla Holzöl

Bosch Multischleifer PSM160A

Schleifpapier 80er- und 180er-Körnung im Set erhältlich

Breiter Lackier-Pinsel mit Synthetik-Haar – ähnliches Produkt hier zu finden

 

Sonstiges:

Tisch:  Tchibo – ein ähnliches Modell findet sich hier.

Pinke Rosen: Blume 2000

Vase: Leonardo

 

 

 

 

 

 

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DIY-Art mit Heftzwecken

 

Eines meiner – bisherigen – Lieblingsprojekte: Das Ampersand aus Heftzwecken! Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet, aber im Nachhinein betrachtet, war auch das die Mühe wert und hat mir dabei noch eine wichtige Lektion gelehrt: Nämlich, dass Geduld sich manchmal auszahlt und einem einige Unannehmlichkeiten ersparen kann. Aber mehr dazu im Folgenden:

 

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Die erste “Schwierigkeit” dieser Arbeit bestand darin, silberne Heftzwecken zu ergattern. Da ich dieses Bild für diesen speziellen Platz in meinen vier Wänden gemacht habe, wollte ich unbedingt silberne haben, damit es zu der übrigen Deko und den Beschlägen des Apothekerschranks passt. Leider waren weder World Wibe Web noch lokale Geschäfte auf meiner Seite und so musste ich mir mit einer Dose Sprühfarbe selbst behelfen.

 

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Ich habe also mit einer Engelsgeduld 400 Reißzwecken in einen großen Pappdeckel gepinnt und mit der Sprühfarbe umlackiert. Was mir zuvor niemand gesat hat ist, dass man bei der Menge an Heftzwecken durchaus die eine oder andere Blase am Finger bekommen kann, wenn man dabei dabei keine Handschuhe trägt. Also nochmal schnell zum Drogeriemarkt geflitzt und zumindest dünne Küchenhandschuhe besorgt, um mit den weiteren Arbeitsschritten fortzufahren. Die übrigen Steps waren dann aber zum Glück ganz simpel: Ich habe mir die Umrisse des Und-Zeichens mit Bleistift auf  die Maler-Leinwand gezeichnet und dann die fiesen kleinen Dinger Reihe für Reihe in das Canvas gesteckt. Auch das hat nochmal ungefähr eine Stunde gedauert, da der Stoff aber weniger Widerstand geleistet hat als der Pappdeckel, war das schnell und ohne weitere Blessuren erledigt. Bis jetzt hält auch alles einwandfrei und macht sich meiner Meinung nach sehr gut auf dem Schränkchen.

 

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Und weil ich die Dahlien, die ich gestern auf dem Markt gekauft habe, so schön finde, bekommen sie auch nochmal ein eigenes Bild. Der Blog heißt ja schließlich auch “Blumen & Farbe” – in diesem Sinne einen schönen  Sonntag!

 

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Tablett: H&M

Windlichter: H&M, aber leider schon etwas älter. Ähnliche Produkte hier und hier

Kastenvase: Leonardo

Keramikvase: Zara Home, aber leider auch vor längerer Zeit gekauft. Alternativen hier und hier

Apothekerschrank: Dänisches Bettenlager, ähnliches Modell hier und hier

 

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Upcycling mal anders – Aufbewahrungsboxen im Marmor-Look

 

Langeweile und ein Rest Klebefolie im Marmor-Design: So begann die Enstehungsgeschichte von dieser Aufbewahrungsbox. Das hübsche Ding war vorher eher unscheinbar, blau und wollte nie so recht zur übrigen Deko passen. Irgendwann hab ich mir dann ein Herz gefasst, besagten Rest Klebefolie, den ich noch vom “Bau” unserer Garderobe übrig hatte, und aus dem blauen Ungetüm diese Schönheit gezaubert. Okay, zaubern ist relativ: Die ganze Angelegenheit hat mit insgesamt gut eine Stunde und etwas Fingerspitzengefühl gebraucht, aber ich finde, das Resultat kann sich durchaus sehen lassen.

 

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Da es sich bei der Box um einen “Klassiker” von IKEA handelt,  und diese – bis auf den Deckel – auseinander gebaut werden kann, habe ich mir das zunutze gemacht, die Box auseinander genommen, die Umrisse auf die Folie gezeichnet und ausgeschnitten. Mit Hilfe einer Plastikkarte ( von denen man bzw. frau ja in der Regel einige in der Geldbörse hat) habe ich die Folie dann beinahe komplett blasenfrei auf den Karton kleben können. Das Bekleben des Deckels war dagegen etwas schwieriger. Um es etwas einfacher zu gestalten, habe ich einfach schmale Streifen in Länge und Höhe der Seitenteile ausgeschnitten und anschließend mit einer Nagelschere den Bereich um die Metall-Ecken ausgeschnitten. Anschließend habe ich dann ein Viereck in der Größe des Deckels oben drauf geklebt et voilá: Fertig! Natürlich hätte man sich auch ganz einfach solche Boxen kaufen können, aber zum Einen habe ich noch keine derartigen gesehen und zum Anderen: Warum muss man denn immer etwas Neues kaufen, wenn man vieles auch mit wenig Aufwand aus etwas “Altem”selbstmachen kann?

 

 

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Wenn man doch alles im Leben mit etwas Klebefolie verschönern könnte…

 

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