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Bullet Journal

Organisation

Mehr erledigen mit dem Bullet Journal

 

Und erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt: Da hab‘ ich im letzten Post ganz vollmundig einen Beitrag zum Thema Bullet Journaling angekündigt und dann passierte … nichts! Der Geist war willig, aber die Gesundheit hatte andere Pläne. Deshalb darf ich mich aktuell mit einem Bandscheibenvorfall beschäftigen. Frei nach dem Motto „Januar und Februar waren nur eine Trial-Version, mein neues Jahr fängt im März an!“ heißt das jetzt allerdings einen Zahn zuzulegen, um die hochgesteckten Ziele dann doch noch zu erreichen. Und damit haben wir die perfekte Überleitung zum Thema Bullet Journal!

 

Was nach fancy Hipster-Kram klingt ist eine analoge Methode, die einem dabei helfen kann, den alltäglichen Wahnsinn aus To Dos und Ereignissen besser – also fokussiert und sinnvoller – zu bewältigen. Und das Schöne daran ist, man braucht dafür nicht mehr als ein Notizbuch (liniert, kariert, gestreift, gepunktet … was immer ihr mögt) und einen Stift.

 

 

Der Aufbau

Das Bullet Journal ist ein flexibles System, bei dem nur vier Kernmodule vorgegeben sind. Was man darüber hinaus noch braucht oder festhalten möchte (Tagebuch, Gratitude Journal oder ähnliches), ist einem selbst überlassen. Das erste dieser vorgegebenen Module ist das Inhaltsverzeichnis (Index), das es einem später einfacher macht, sich in der flexiblen Struktur zurechtzufinden. Dem folgt der Future Log, der wichtige Daten & Termine (Geburtstage, Reisen, Events und so weiter) in einer Jahresübersicht parat hält.

 

Um auch im jeweiligen Monat nicht den Überblick zu verlieren, wird ein Monthly Log angelegt, der wiederum mit den Terminen & Projekten für den jeweiligen Monat befüllt wird. Das vierte Kernmodul wäre dann der Daily Log mit den To Dos für den Tag, da ich das Bullet Journal derzeit allerdings nur privat nutze und die Anzahl der realistisch ausführbaren Aufgaben – neben einem 40-Stunden-Job daher überschaubar ist, nutze ich statt des Daily lieber einen Weekly Log, um meine Tasks für die Woche zu planen.

 

 

Der Schlüssel

Eine weitere Besonderheit des „BuJo“ ist die Systematik (Key), die hinter den verwendeten Symbolen steht: Für einen Task wird ein einfacher Aufzählungspunkt verwendet. Hat man die Aufgabe erledigt, wird der Punkt einfach mit einem X durchgestrichen. Muss ein Task auf einen unbestimmten Tag verlegt werden (Task migrated), wird der Punkt durch einen Pfeil nach rechts ( > = Task migrated) ersetzt. Gibt es bereits einen konkreten anderen Termin für die Erledigung der Aufgabe, wird der Punkt durch einen Pfeil nach links ersetzt (> = Task scheduled). Damit ist am Ende des Tages oder des relevanten Planungszeitraumes auch schnell ersichtlich, welche Punkte noch offen und relevant sind oder welche an Priorität verloren haben und zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden können.

 

Das Besondere

Wichtig beim Bullet Journaling ist es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das fängt schon bei der Formulierung der To Dos an: Es sind nämlich nur Stichpunkte – eben Bullets! Prägnant und aussagekräftig. Keine weit interpretierbaren Aufgaben wie beispielsweise „Aufräumen“, was nämlich von der Sockenschublade bis hin zur ganzen Wohnung inklusive Dachboden ungefähr alles bedeuten kann. Man benennt konkrete und messbare Tasks wie „Spülmaschine ausräumen“ oder „Folie 1 – 10 von Präsentation XYZ fertigstellen“.

 

Wer noch mehr Infos zum Bullet Journal haben möchte, erfährt auf der (englischen) Website alles rund um das Thema und seinen Erfinder.

 

Motivation

Neujahrsvorsätze 2019

Neues Jahr, neues Glück! Ich war bisher nie der Mensch, der Neujahrsvorsätze hatte. Das lag oder liegt einfach daran, dass ich nicht an Veränderungen glaube, die man von einem bestimmten Tag oder dem Eintreffen eines Ereignisses abhängig macht. Am Jahresende überkam mich dann aber der Gedanke, dass ich eigentlich keine festen Ziele für mich definiert habe. Gefühlt zieht dadurch jedes Jahr so an mir vorbei, ohne dass ich irgendwie sagen kann, was ich in diesen 12 Monaten für mich persönlich erreicht habe. Das soll 2019 anders werden! Ich habe mir also mal überlegt, was ich von diesem Jahr eigentlich erwarte und was ich dafür tun kann, um das bestmögliche zu erreichen:

 

Pünktlich sein!

Auch ich bin leider dafür bekannt, dass ich mindestens 20 Minuten zu spät zu Terminen komme oder mal wieder alles auf den letzten Drücker erledige. Das ist weder besonders angenehm für mich, da ich dadurch natürlich immer total abgehetzt und gestresst bin. Was aber noch viel schlimmer ist: Es ist den anderen Menschen gegenüber respektlos. Denn auch ihre Zeit ist kostbar und trotzdem bin ich ihnen scheinbar so wichtig, dass sie pünktlich sind. Also sollte ich ihnen den gleichen Respekt entgegenbringen und gefälligst dafür sorgen, dass ich meinen Allerwertesten on time zur Verabredung schaffe.

 

 

Weniger Zeit auf Social Media verbringen

Auf dem IPhone gibt es mittlerweile die Möglichkeit nachzusehen, wie viel Zeit man am Tag auf Instagram und Co. verbringt. Es ist erschreckend! Ich jammere auch gerne rum, dass ich zu wenig Zeit habe, wenn ich allerdings die (verschwendete) Lebenszeit addiere, die ich auf den Profilen anderer Leute verbringe, statt mein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen, dann muss ich mich auch nicht wundern! Erklärtes Ziel für 2019 ist es also, maximal 15 Minuten pro Tag in den sozialen Netzwerken zu verbringen. Punkt.

 

Mehr Ausgleich

Sind wir mal ehrlich: Die Zeiten, in denen man einen 9-to-5-Job hatte und danach den Stift hat fallen lassen sind definitiv vorbei! Und obwohl zur schicken Unternehmenskultur immer der magische Begriff der Work-Life-Balance gehört, ist das in den allermeisten Fällen nur ein nettes Konzept auf dem Papier. Am Ende des Tages zeigt die Gleichung eher viel mehr Arbeit und gar keinen Ausgleich an. Was das langfristig mit uns macht, ist mittlerweile mehr als bekannt. Um dem vorzubeugen und mich selbst ein wenig zu „reseten“ habe ich bereits im letzten Jahr die Meditation für mich entdeckt. In diesem Jahr möchte ich es aber zu einem festen Bestandteil meines Tagesablaufs machen, der so selbstverständlich ist wie Zähneputzen und den ich deshalb auch nicht auslasse (hallo Ausreden!).

 

Bullet Journaling: Kalender mit Fokus

Ich habe zwar jedes Jahr einen stylischen, analogen Kalender, in den ich alle möglichen Dinge eintrage. Die meisten Tage sind dann aber meist so vollgekritzelt mit irgendwelchem unnötigen Mist, dass ich schon beinahe wieder überfordert bin, wenn ich einen Blick reinwerfe. 2019 wird also das Jahr des Bullet Journals. Das ist zwar auch ein Kalender, der allerdings nur mit kurzen, stichwortartigen Punkten befüllt wird (eben BULLET Points) und man sich so besser auf das Wesentliche konzentrieren und erledigen kann. (Detaillierte Infos dazu im nächsten Blog-Beitrag!)