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Advent

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How To: Klassischer Adventskranz

Klassischer Adventskranz Ansicht Front

Bin ich die Einzige, die bisher so gar nicht in Weihnachtsstimmung kommen will? Ich weiß nicht, ob es an den teilweise viel zu warmen Temperaturen liegt oder an der Tatsache, dass all die Dinge, die die Weihnachtszeit sonst ausmachen (Weihnachtsmarkt), in diesem Jahr (anders) ausfallen. Es ist verrückt!

Dabei hatte ich so viele Ideen, die ich in der neuen Wohnung umsetzen wollte: Angefangen bei der Weihnachtsdeko, für die ich schon Anfang des Jahres Pinterest-Boards erstellt hab. Ich hab sogar überlegt, ob ich dieses Jahr mal endlich einen Weihnachtsbaum aufstelle. Aber unter den Umständen mag man dann irgendwie doch nichts festlich schmücken, zumindest ich nicht. Es kommt ja eh keiner vorbei. Und eigentlich wollen wir alle doch nur, dass 2020 endlich vorbei ist und wir in 2021 nochmal von Vorne anfangen können. Oder?

Eigentlich ist das so schade! Viele von uns sitzen zuhause und warten darauf, das dieses Jahr so schnell wie möglich zu Ende ist, weil es uns in eine neue, unsichere Situation gebracht hat und wir außerhalb unseres „normalen“ Lebens nichts mit uns anzufangen wissen – außer Netflix-Binge-Watchen und Trübsal blasen. Ich frage mich, ob das nicht der komplett falsche Ansatz ist? Es sind nun mal 365 Jahre Lebenszeit, an die ich mich nicht erinnern will als „Das Jahr, das ich auf der Couch verbracht habe“. Und gerade deshalb mache ich jetzt doch alles, was ich mir ursprünglich mal vorgenommen habe!

Angefangen habe ich heute dann endlich mal mit dem Adventskranz. Ich bin zugegebenermaßen nie besonders früh mit meinem Adventskranz fertig… In einem Jahr hab ich sogar erst erst nach dem 1. Advent einen gekauft! Das hatte den netten Nebeneffekt, dass er nur noch die Hälfte gekostet hat und ich trotzdem noch an drei Sonntagen eine Kerze anzünden konnte. In diesem Jahr bin ich im Vergleich dazu also mit einer Woche vorher schon gefühlt früh dran.

Klassischer Adventskranz mit einem Kranz aus Nordmann-Tanne

Ich hab mich also letzte Woche mal abends aufgerafft, bin in die Stadt gefahren und habe mir einen neuen Kerzenhalter, neue Kerzen und einen goldenen Zweig gekauft. Ein bisschen Glitzer & Glamour muss ja dann doch sein. Gestern gab es dann noch einen kleinen Ausflug ins Gartencenter für den echten Kranz aus Nordmann-Tanne. Auch wenn das Internet gerade voll ist mit Adventskränzen aus Eukalyptus, habe ich mich für die klassische Variante mit Tannenzweigen entschieden. Ich verstehe aber auch ehrlich gesagt nicht, was Eukalyptus mit Weihnachten zu tun haben soll…

Klassischer Adventskranz www.blumenundfarbe.de

Bis zum 1. Advent werde ich den Kranz weitestgehend draußen auf Terrasse oder Balkon aufbewahren, weil die trockene Heizungsluft ihm ja auf Dauer nicht wirklich gut tut. Ich hab dazu übrigens einen sehr informativen Artikel gefunden, wie man seinen Adventskranz so lange wie möglich frisch hält. Für den restlichen Tag heute ist ein kleiner Glühwein-Umtrunk mit den Nachbarn auf der Terrasse geplant. Mit Mindestabstand und allem, was man in der jetzigen Zeit so beachten muss.

Adventskranz Nordmann-Tanne mit Christbaumkugeln

In diesem Sinne: Macht es euch auch schön & lasst uns das Beste aus dieser Weihnachtszeit rausholen!

Links zu den Adventskranz-Produkten:

Klassischer Adventskranz 2020
Rezepte

Pouding Chômeur – Kanadischer Dessert-Kuchen mit Ahorn-Sirup

 

Einen fröhlichen 1. Advent! Da mal wieder Sonntag ist, wird es höchste Zeit für einen neuen Blog-Post.  Bevor ich euch aber – wie neulich angekündigt – im  nächsten Artikel nach Chicago entführe, hab ich noch ein kleines Souvenir aus Kanada mitgebracht: Ein Rezept für Pouding Chômeur. Das ist ein Rührkuchen, der in ( ja, richtig gelesen!) einer Sauce aus Ahorn-Sirup und Sahne gebacken wird. Dadurch wird der Teig schön fluffig und saftig und erhält einen intensiven Karamell-Geschmack. Der Kuchen war ursprünglich ein Dessert für arme Leute und ist in den 1930er Jahren entstanden, als die Weltwirtschaftskrise Kanada erreichte. Er kombiniert einfache Zutaten wie Zucker, Mehl, Eier und, für Kanada ganz typisch, Ahorn-Sirup. Dieser gibt der Sauce auch diesen karamelligen Geschmack. Man serviert den Pouding Chômeur am besten noch warm, zu Kaffee, Tee oder auch heißer Milch. Er eignet sich also ideal für so kalte, verschneite Wintertage wie heute.

 

 

Vorbereitung:           ca. 30 Minuten

Backzeit:                    40 Minuten

Backtemperatur:      180 ° Celsius, Ober- und Unterhitze oder 160 ° Celsius bei Umluft

 

Zutaten für den Kuchen für eine große Auflaufform:

375 g Mehl

200 g Zucker

180 ml Milch

125 g Butter

2 Eier

2 TL Backpulver

½ TL Vanillezucker

1 Prise Salz

 

Zutaten für die Sauce:

500 ml Ahorn-Sirup

500 ml Sahne

 

 

Wie immer wird zuerst der Backofen auf 180 ° Ober- und Unterhitze eingestellt. Während der Ofen vorheizt, wird der Ahorn-Sirup zusammen mit der Sahne in einen Topf gegeben und erhitzt. Wenn die Sauce kocht, die Herdplatte auf mittlere Hitze runter stellen und einige Minuten simmern lassen, bis sich die Menge etwas reduziert und sämig wird. Den Topf vom Herd nehmen und zum Abkühlen beiseite stellen.

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermengen und beiseite stellen. In einer großen Rührschüssel werden zunächst Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig geschlagen, dann ein Ei nach dem anderen unterrühren. Den Handmixer oder die Küchenmaschine nun auf mittlere Stufe stellen und abwechselnd Milch und die vermengten, trockenen Zutaten unterrühren bis nach und nach alles untergerührt ist. Den Teig in die gefettete Auflaufform geben und die abgekühlte Sauce darüber gießen. Den Kuchen anschließend  in den vorgeheizten Backofen stellen und etwa 40 Minuten backen. Auch wenn es komisch erscheint, aber der Kuchen wird fest. Wenn die Backzeit rum ist, könnt ihr also mit der Stäbchenprobe testen, ob der Boden durch ist oder noch etwas länger im Ofen bleiben sollte.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und eine schöne Vorweihnachtszeit!

 

 

 

 

 

DIY

DIY Adventskranz mit Moos

Advent, Advent ein Lichtlein brennt… Nächstes Wochenende ist es wieder soweit: Mit dem Beginn der Adventszeit startet auch der Weihnachtscountdown. Im Gegensatz zu den Jahren davor bin ich dieses Jahr aber darauf vorbereitet und habe sogar schon den Adventskranz fertig! Eigentlich bin ich sonst immer der Typ „auf den letzten Drücker“ und stehe dann mit schöner Regelmäßigkeit am Samstag vor dem 1. Advent ratlos in einem Deko-Laden und kaufe planlos alles, was ich so kurzfristig noch finden kann. Da mich meine Notlösungen dann aber leider nie begeistert haben, hab ich in diesem Jahr schon im Frühjahr damit begonnen, Inspirationen bei Pinterest zu sammeln. Entschieden habe ich mich für diesen simplen DIY-Kranz aus Moos. Ist mal etwas anderes als immer diese Tannenzweige, die nach wenigen Tagen halbtot herunterhängen und bei jeder kleinsten Erschütterung ihre Nadeln von sich werfen. Hier ist also nun für alle Kurzentschlossenen eine einfache DIY-Anleitung für einen wunderschönen Adventskranz, der mit der richtigen Handhabung lange hält.

 

 

Material:

1 kg Moos (gerne in verschiedenen Sorten)

1 Steckschaum-Kranz Ø 30 cm

1 großer Teller)

ca. 40 Patenthaften oder Strohblumennadeln

4 Kerzen

4 Adventskranz-Kerzenhalter

Deko-Material nach Belieben

ggf. etwas Sprüh-Schnee

 

Anleitung:

Den Steckschaum-Ring und das Moos etwa 30 Minuten vorher wässern. Dann ganz einfach das Moos auf dem Steckkranz platzieren und mit den Patenthaften feststecken. Anschließend die 4 Adventskranz-Kerzenhalter im Kranz befestigen. Sollten diese schief stehen oder etwas wackelig sein, mit weiterem Moos unterfüttern. Kerzen auf den Kerzenhaltern feststecken und die Deko nach Belieben auf dem Kranz verteilen und – wer mag kann- etwas Sprühschnee auftragen. Et voilá: Fertig ist er. Der wohl schönste Adventskranz, der diese Wohnung je geziert hat! Damit sich der hübsche Kerl auch wirklich bis zum 4. Advent hält empfehle ich, ihn entweder alle 2 bis 3 Tage mit Wasser zu besprühen, damit das Moos auch schön grün bleibt. Bei meinem Steckring ist ein Gieß-Rand aus Pappmaché drumherum, das macht die Angelegenheit für mich zum Glück ganz einfach, denn ich werde ihn einfach alle paar Tage gießen. Noch ein Tipp, um die Lebenserwartung des Kranzes erheblich zu verlängern: Wenn man ihn über Nacht raus auf den Balkon oder Terrasse die stellt hat man noch länger Freude daran. Nur bitte Vorsicht: Mit dem Platzteller drunter und vollgesogen mit Wasser wiegt mein Kranz etwa 5 kg! Und wo wir gerade bei den Safety instructions sind: Auch wenn die Kerzen festgesteckt sind, lasst den Kranz bitte nicht brennen und verlasst das Zimmer. Die Geschichten von unbeaufsichtigten Adventskränzen kann man leider immer wieder in den Zeitungen nachlesen. Und da hatte das nie ein gutes Ende. In diesem Sinne: Sänk ju vor spending jor teim hier, täik kär änd gud bei… Ich wünche Euch eine schöne Adentszeit mit euren Lieben.

 

P.S. Solltet ihr mein Experiment ausprobiert haben, freue ich mich über Bilder oder Kommentare!