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Ines

Organisation

Mehr erledigen mit dem Bullet Journal

 

Und erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt: Da hab‘ ich im letzten Post ganz vollmundig einen Beitrag zum Thema Bullet Journaling angekündigt und dann passierte … nichts! Der Geist war willig, aber die Gesundheit hatte andere Pläne. Deshalb darf ich mich aktuell mit einem Bandscheibenvorfall beschäftigen. Frei nach dem Motto „Januar und Februar waren nur eine Trial-Version, mein neues Jahr fängt im März an!“ heißt das jetzt allerdings einen Zahn zuzulegen, um die hochgesteckten Ziele dann doch noch zu erreichen. Und damit haben wir die perfekte Überleitung zum Thema Bullet Journal!

 

Was nach fancy Hipster-Kram klingt ist eine analoge Methode, die einem dabei helfen kann, den alltäglichen Wahnsinn aus To Dos und Ereignissen besser – also fokussiert und sinnvoller – zu bewältigen. Und das Schöne daran ist, man braucht dafür nicht mehr als ein Notizbuch (liniert, kariert, gestreift, gepunktet … was immer ihr mögt) und einen Stift.

 

 

Der Aufbau

Das Bullet Journal ist ein flexibles System, bei dem nur vier Kernmodule vorgegeben sind. Was man darüber hinaus noch braucht oder festhalten möchte (Tagebuch, Gratitude Journal oder ähnliches), ist einem selbst überlassen. Das erste dieser vorgegebenen Module ist das Inhaltsverzeichnis (Index), das es einem später einfacher macht, sich in der flexiblen Struktur zurechtzufinden. Dem folgt der Future Log, der wichtige Daten & Termine (Geburtstage, Reisen, Events und so weiter) in einer Jahresübersicht parat hält.

 

Um auch im jeweiligen Monat nicht den Überblick zu verlieren, wird ein Monthly Log angelegt, der wiederum mit den Terminen & Projekten für den jeweiligen Monat befüllt wird. Das vierte Kernmodul wäre dann der Daily Log mit den To Dos für den Tag, da ich das Bullet Journal derzeit allerdings nur privat nutze und die Anzahl der realistisch ausführbaren Aufgaben – neben einem 40-Stunden-Job daher überschaubar ist, nutze ich statt des Daily lieber einen Weekly Log, um meine Tasks für die Woche zu planen.

 

 

Der Schlüssel

Eine weitere Besonderheit des „BuJo“ ist die Systematik (Key), die hinter den verwendeten Symbolen steht: Für einen Task wird ein einfacher Aufzählungspunkt verwendet. Hat man die Aufgabe erledigt, wird der Punkt einfach mit einem X durchgestrichen. Muss ein Task auf einen unbestimmten Tag verlegt werden (Task migrated), wird der Punkt durch einen Pfeil nach rechts ( > = Task migrated) ersetzt. Gibt es bereits einen konkreten anderen Termin für die Erledigung der Aufgabe, wird der Punkt durch einen Pfeil nach links ersetzt (> = Task scheduled). Damit ist am Ende des Tages oder des relevanten Planungszeitraumes auch schnell ersichtlich, welche Punkte noch offen und relevant sind oder welche an Priorität verloren haben und zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden können.

 

Das Besondere

Wichtig beim Bullet Journaling ist es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das fängt schon bei der Formulierung der To Dos an: Es sind nämlich nur Stichpunkte – eben Bullets! Prägnant und aussagekräftig. Keine weit interpretierbaren Aufgaben wie beispielsweise „Aufräumen“, was nämlich von der Sockenschublade bis hin zur ganzen Wohnung inklusive Dachboden ungefähr alles bedeuten kann. Man benennt konkrete und messbare Tasks wie „Spülmaschine ausräumen“ oder „Folie 1 – 10 von Präsentation XYZ fertigstellen“.

 

Wer noch mehr Infos zum Bullet Journal haben möchte, erfährt auf der (englischen) Website alles rund um das Thema und seinen Erfinder.

 

Motivation

Neujahrsvorsätze 2019

Neues Jahr, neues Glück! Ich war bisher nie der Mensch, der Neujahrsvorsätze hatte. Das lag oder liegt einfach daran, dass ich nicht an Veränderungen glaube, die man von einem bestimmten Tag oder dem Eintreffen eines Ereignisses abhängig macht. Am Jahresende überkam mich dann aber der Gedanke, dass ich eigentlich keine festen Ziele für mich definiert habe. Gefühlt zieht dadurch jedes Jahr so an mir vorbei, ohne dass ich irgendwie sagen kann, was ich in diesen 12 Monaten für mich persönlich erreicht habe. Das soll 2019 anders werden! Ich habe mir also mal überlegt, was ich von diesem Jahr eigentlich erwarte und was ich dafür tun kann, um das bestmögliche zu erreichen:

 

Pünktlich sein!

Auch ich bin leider dafür bekannt, dass ich mindestens 20 Minuten zu spät zu Terminen komme oder mal wieder alles auf den letzten Drücker erledige. Das ist weder besonders angenehm für mich, da ich dadurch natürlich immer total abgehetzt und gestresst bin. Was aber noch viel schlimmer ist: Es ist den anderen Menschen gegenüber respektlos. Denn auch ihre Zeit ist kostbar und trotzdem bin ich ihnen scheinbar so wichtig, dass sie pünktlich sind. Also sollte ich ihnen den gleichen Respekt entgegenbringen und gefälligst dafür sorgen, dass ich meinen Allerwertesten on time zur Verabredung schaffe.

 

 

Weniger Zeit auf Social Media verbringen

Auf dem IPhone gibt es mittlerweile die Möglichkeit nachzusehen, wie viel Zeit man am Tag auf Instagram und Co. verbringt. Es ist erschreckend! Ich jammere auch gerne rum, dass ich zu wenig Zeit habe, wenn ich allerdings die (verschwendete) Lebenszeit addiere, die ich auf den Profilen anderer Leute verbringe, statt mein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen, dann muss ich mich auch nicht wundern! Erklärtes Ziel für 2019 ist es also, maximal 15 Minuten pro Tag in den sozialen Netzwerken zu verbringen. Punkt.

 

Mehr Ausgleich

Sind wir mal ehrlich: Die Zeiten, in denen man einen 9-to-5-Job hatte und danach den Stift hat fallen lassen sind definitiv vorbei! Und obwohl zur schicken Unternehmenskultur immer der magische Begriff der Work-Life-Balance gehört, ist das in den allermeisten Fällen nur ein nettes Konzept auf dem Papier. Am Ende des Tages zeigt die Gleichung eher viel mehr Arbeit und gar keinen Ausgleich an. Was das langfristig mit uns macht, ist mittlerweile mehr als bekannt. Um dem vorzubeugen und mich selbst ein wenig zu „reseten“ habe ich bereits im letzten Jahr die Meditation für mich entdeckt. In diesem Jahr möchte ich es aber zu einem festen Bestandteil meines Tagesablaufs machen, der so selbstverständlich ist wie Zähneputzen und den ich deshalb auch nicht auslasse (hallo Ausreden!).

 

Bullet Journaling: Kalender mit Fokus

Ich habe zwar jedes Jahr einen stylischen, analogen Kalender, in den ich alle möglichen Dinge eintrage. Die meisten Tage sind dann aber meist so vollgekritzelt mit irgendwelchem unnötigen Mist, dass ich schon beinahe wieder überfordert bin, wenn ich einen Blick reinwerfe. 2019 wird also das Jahr des Bullet Journals. Das ist zwar auch ein Kalender, der allerdings nur mit kurzen, stichwortartigen Punkten befüllt wird (eben BULLET Points) und man sich so besser auf das Wesentliche konzentrieren und erledigen kann. (Detaillierte Infos dazu im nächsten Blog-Beitrag!)

 

 

Rezepte

Goldene Milch

Normalerweise findet man mich zu dieser Jahreszeit mit einem heißen Kakao auf der Couch. Da ich mir aber aus verschiedenen Gründen vorgenommen habe weniger Milch zu trinken, fällt der Kakao aktuell leider aus. Stattdessen gibt es hier neuerdings öfter Goldene Milch – oder wie der Hipster sagt „Turmeric Latte“. Dieses traditionell ayurvedische Getränk wärmt mit Gewürzen wie Kurkuma, Zimt und Ingwer von innen und ist außerdem vollgepackt mit Nährstoffen und Antioxidantien. Ein weiterer netter Nebeneffekt: Kurkuma wirkt sich positiv auf den Magen-Darm–Trakt aus und lindert beispielsweise das Völlegefühl, das sich gerade in der Vorweihnachtszeit gerne mal meldet. Verstärkt wird die Wirkung des gelben Gewürzes außerdem durch schwarzen Pfeffer, der ebenfalls zum Rezept dazugehört. Also vergesst den gezuckerten Kakao – her mit der Goldenen Milch!

 

Vorbereitung: ca. 5 Minuten

Zubereitungszeit: 20 Minuten

 

Zutaten für die Kurkuma-Paste:

100 ml Wasser

1 gehäufter EL Kurkuma

1 Stück Ingwer (etwa 20 g), geschält & gerieben

Mark einer Vanilleschote (oder ½ TL Vanille-Extrakt)

1 Prise Muskatnuss

1 Prise schwarzer Pfeffer

1 Prise Zimt

 

Weitere Zutaten für die Goldene Milch:

500 ml ungesüßte Mandelmilch (oder eine andere “Milch” nach Wahl)

1 EL Honig oder Ahornsirup

 

 

Zubereitung:

Zunächst starten wir mit der Herstellung der Kurkuma-Paste: In einem Topf das Wasser erhitzen und die Kurkuma unterrühren. Wenn die Flüssigkeit anfängt sich zu verdicken, den geriebenen Ingwer sowie das Mark der Vanilleschote untermischen. Muskatnuss, Pfeffer und Zimt hinzugeben und weiter rühren bis das Wasser verkocht und eine dicke, cremige Paste entstanden ist. Anschließend die Mandelmilch erhitzen und die Paste unterrühren. Mit dem Honig oder dem Ahornsirup abschmecken und auf zwei Tassen aufteilen und servieren.

 

Travel

Kleine Mitbringsel und perfekte Souvenirs

 

Ich kann mich an kaum einen Urlaub erinnern, bei dem ich nicht irgendwem irgendetwas mitbringen sollte. Aber auch für mich selbst bringe ich immer gerne ein Souvenir mit, das mich an die Zeit dort erinnern soll. Wenn es etwas für einen selbst ist, ist die Auswahl ja noch relativ einfach, aber was zur Hölle bringt man Freunden und Verwandten mit?! Ich habe den letzten Portugal-Urlaub mal zum Anlass genommen, meine Top 5 Souvenirs und Mitbringsel aufzuschreiben.

 

 

#1 Landestypische Spirituosen

Fangen wir mit was Hochprozentigem an! Regionale Liköre oder Schnäpse sind immer ein gutes Mitbringsel für Väter, Schwiegerväter, Onkels und andere männliche Freunde und Bekannte. Wir haben bei einem Bar-Besuch in Tavira den portugiesischen Mandel-Likör Amarguinha lieben gelernt. Auf Eis, mit einem Spritzer Limettensaft ist der ebenfalls ein Highlight für Schwester, Cousine oder beste Freundin. Aber Vorsicht: Bevor ihr Flaschenweise Alkohol in den Koffer packt, informiert euch bitte vorher, wieviel Hochprozentiges ihr mit nach Deutschland einführen dürft!

 

 

#2 Regionale Spezialitäten

In Lissabon gab es unzählige Läden mit Fisch-Konserven aller Art. Aber auch hochwertige Öle, seltene Gewürze und Salz – wie zum Beispiel aus Es Trenc auf Mallorca – sind geniale Geschenke für alle Hobby-Köche und Küchen-Profis (aka Mütter und Großmütter). Für die Kleinen gibt’s natürlich landestypische Süßigkeiten. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man die aber vorher selbst mal kosten…Just saying!

 

 

#3 Kunst

Mein persönliches Lieblingssouvenir: Fotos oder Bilder von Straßenkünstlern. In Lissabon sind wir gleich zwei Mal schwach geworden, nämlich einmal bei dem (zwar gedruckten aber trotzdem wunderschönen) Aquarell-Bild, das nun eingerahmt einen Platz auf der Kommode im Schlafzimmer gefunden hat. Das zweite Mal waren es die schwarz-weiß Bilder eines farbenblinden (oder politisch korrekter: farbfehlsichtigen) Fotographen. Die haben zwar noch keinen Platz zuhause gefunden, werden aber bestimmt auch mal hier auf dem Blog auftauchen…

 

 

#4 Kosmetik

Für alle Beauty-begeisterten von Mutter, über Schwiegermutter, Tante, Cousine, Freundin oder Kollegin: Kosmetik und Seifen. Und damit meine ich nicht die aus Drogerie oder Parfümerie! In Lissabon sind wir mehr oder weder zufällig im Bairro Alto in einem Geschäft namens Avida Portuguesa gelandet. Neben regionalen Spezialitäten ( japp, genau: Fischkonserven) und den für Portugal typischen Kupfertöpfen, gab es dort auch eine große Auswahl an handgemachten Seifen. Mit ökologisch-korrekten Zutaten wie pflegendem Olivenöl, Schafs- oder Eselsmilch (Achtung: nicht Veganer-geeignet!) und diversen Kräutern sahen die Seifen in den fancy Verpackungen auch noch extrem hübsch aus. Und für die sensiblen Näschen gab es zum Glück auch Varianten ohne Duft. Aber auch Handcremes, Bodylotions und Naturkosmetik eignen sich prima als Geschenk für die Damen der Schöpfung.

 

 

# 5 Kühlschrank-Magnet

Okay, es ist der Klassiker und eventuell auch das unpersönlichste Geschenk überhaupt: Der Kühlschrank-Magnet. Ich bin mir absolut sicher, dass jeder, der diesen Blog-Artikel liest, mindestens einen an seinem Kühlschrank hängen hat. Er ist aber einfach oft die letzte Rettung (im Duty Free am Flughafen), wenn man nichts anderes gefunden hat und eignet sich sowohl für Geschwister, als auch Arbeitskollegen oder entferntere Verwandte. Ich habe sogar eine Bekannte, die darauf besteht, dass man ihr einen Magneten mitbringt. Ganz. Egal. Wo. Man. War. Den Kühlschrank würde ich zu gern mal sehen!

 

Städtetrips

Ein Wochenende in Riga

 

Schon mal daran gedacht nach Riga zu fliegen?! – Ich ehrlich gesagt auch nicht! Aber wie es der Zufall manchmal will, führt einen der Job manchmal an die seltsamsten Orte. Mein Wissen über Lettland und seine Hauptstadt hielt sich bis dato in Grenzen. Abgesehen davon, dass das kleine Land im Baltikum zur EU gehört und der Eurovision Song Contest 2003 dort stattgefunden hat, wusste ich ehrlich gesagt nichts über Lettland oder Riga und wäre vermutlich auch nie auf die Idee gekommen, dorthin zu fliegen.

 

Lettland ist wie bereits erwähnt, ein kleiner Staat im Herzen des Baltikums. Die genaue geographische Zuordnung zu Europa ist ein wenig schwierig, da das Baltikum irgendwie zu Nordeuropa, Mitteleuropa und Osteuropa dazugezählt werden kann. Und das spürt man auch, wenn man dort ist: Auf der einen Seite diese vielen skandinavischen Elemente und Einflüsse, andererseits aber auch super viel, das an die ehemalige sowjetische Präsenz dort erinnert. Mit seinen 700.000 Einwohnern ist Riga die größte Stadt des Baltikums. Zählt man die Einwohner der umliegenden Regionen noch hinzu, kommt man auf eine knappe Million Menschen, was die Hansestadt somit auch zum größten Ballungsraums macht.

 

 

Aufgrund der geographischen Lage ist Riga klimatisch gesehen eher feucht und kühl einzuordnen. Wir waren Anfang Oktober dort, wenn eigentlich Temperaturen zwischen 3° und 10° Grad Celsius angesagt sind. Da der super-heiße Sommer in diesem Jahr aber noch bis Anfang Oktober anhielt, kletterte das Thermometer sogar bis knapp über 20 ° und bescherte uns ein schönes, herbstliches Wochenende mit viel Sonne. Ich würde beim nächsten Besuch aber trotz alledem einen Regenschirm einpacken, da es im Herbst dort auch mal bis zu 11 Tage pro Monat regnen kann.

 

Flug & Unterkunft

Die Anreise war unproblematisch und mit Direktflug von Frankfurt zum Rigaer Flughafen in nur 2 Stunden sehr komfortabel. Von dort aus gelangt man entweder mit dem Taxi in die Stadt (kostet circa 16 Euro) oder aber, man nimmt den Bus für einen Bruchteil des Preises (zwischen 1,15 € und 2,00€. Je nachdem, wo man die Fahrkarte kauft.) Übernachtet haben wir im Park Inn by Radisson Riga Valdemara. Dieses Hotel ist noch ziemlich neu und liegt von der Stadt aus gesehen auf der anderen Seite des Flusses. Der Fußweg von dort in die Altstadt dauert etwa 20 Minuten, die Bus-Verbindung in die Stadt ist allerdings so gut, dass wir meistens mit dem Bus gefahren sind.

 

 

 

Sightseeing-Highlights

Panorama Riga Observation Deck (Hochhaus der Wissenschaften)

Der perfekte Start für eine Sightseeing-Tour durch Riga ist das Panorama Deck, das sich auf dem 108 m hohen Hochhaus der Wissenschaften befindet. Das Gebäude erinnert ein bisschen an die kleinere Version des Empire State Buildings in New York, weshalb es auch als Stalin Empire bekannt ist. Das Ticket für die Aussichtsplattform kostet gerade mal 5 €, dafür erhält man den vermutlich besten Blick auf die Stadt.

 

 

 

Altstadt

Riga ist berühmt für seine wunderschöne Altstadt, die Kathedralen und Kirchen. Neben den traditionellen lettischen Holzhäusern findet man außerdem auch Gebäude aus der Gotik, der Romanik und dem Jugendstil. Das ist auch einer der Gründe, warum ich Riga zuerst nicht so richtig einordnen konnte: Auf der einen Seite wirkt es durch die Holzhäuser sehr skandinavisch, andererseits findet man aber auch orthodoxe Kirchen mit goldenen Zwiebeltürmen sowie Denkmale und Statuen, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen. Das macht aber auch den besonderen Charme Rigas aus.

 

 

Zentralmarkt

Schon vom Observation Deck aus fallen einem die fünf großen Hallen in direkter Nähe zur Düna auf: Die umgebauten Zeppelin-Hangars beherbergen seit 1930 den Zentralmarkt Rigas. Einst war er der größte und modernste Markt Europas, heutzutage ist er immerhin noch der größte Markt Lettlands und seit 1997 sogar Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Auf dem Zentralmarkt kann man das ganze Jahr hinweg alles Lebensnotwendige kaufen: von frischem Fisch und Fleisch, über Backwaren, Obst und Gemüse, bis hin zu Nüssen und Gewürzen, aber auch Blumen, Pflanzen und Handarbeiten.

 

 

Essen & Trinken

Black Magic Bar

Ein absolutes Muss ist die Black Magic Bar in der Altstadt von Riga! Von außen relativ unscheinbar, bemerkt man den eigentlichen Charme der Black Magic Bar erst, wenn man drinnen ist: Die Bar beziehungsweise das Café ist eingerichtet wie eine Apotheke im 18. Jahrhundert. Selbst das Personal trägt mittelalterliche Tracht. Neben dem berühmten Black Balsam, einem für Riga typischen Kräuterlikör, gibt es hier eine große Auswahl an Kuchen und Pralinen. Im unteren Geschoss befindet sich die Bar mit einigen unheimlichen Überraschungen.

 

Queens Pub

Wenige Meter von der Black Magic Bar entfernt ist der Queens Pub. Wie der Name schon vermuten lässt, ist das ein Pub nach britischem Vorbild. Im Queens gibt es eine gute Auswahl an regionalen und importierten Bieren, sowie Burger, Rippchen und Co. für das leibliche Wohl.

 

Kalku Varti

Ebenfalls auf der Kaļķu iela (zu Deutsch: Kalkstraße) und nur einen Katzensprung von den anderen beiden Lokalen entfernt, befindet sich das Kalku Varti. Das schöne Restaurant ist allein schon durch die helle und elegante Einrichtung ein Highlight. Serviert wird hier moderne lettische Küche mit Produkten aus dem Umland, den lettischen Wäldern sowie von regionalen Bauernhöfen.

 

 

 

Mein Fazit:

Riga wird als Ziel für eine Städtereise aktuell leider noch total unterschätzt und ist meiner Meinung nach ein kleiner Geheimtipp! Die Stadt hat aufgrund ihrer Geschichte und der verschiedenen kulturellen Einflüsse ihren ganz eigenen Charme und bezubert durch die historische Altstadt mit ihren schmalen Gässchen, die wunderschöne Architektur sowie dem Prunk aus der Sowjet-Zeit.

 

 

 

 

 

 

Städtetrips

Travel Diairy: 5 Tage Business-Trip nach Athen

Gibt es eigentlich noch den Throwback Thursday? Passend dazu hätte ich heute nämlich ein paar Tipps von einem vergangenen Business-Trip nach Athen. Ziemlich genau vor einem Jahr hatte ich das Glück, der griechischen Hauptstadt einen Besuch abstatten zu dürfen. Zwar war das Zeitfenster für Sightseeing durch die dienstlichen Veranstaltungen auf den Abend beschränkt, das war aber gar nicht so schlimm! Denn bei 42 Grad Außentemperatur (Anfang August) haben wir den Tag lieber in klimatisierten Räumen verbracht und uns abends bei kühleren Temperaturen auf Erkundungstour gemacht.

Flug & Unterkunft

Athen lohnt sich auf jeden Fall für einen Städtetrip. Der Direktflug mit der Lufthansa von Frankfurt aus hat etwa 200 € gekostet und dauerte gerade mal 3 Stunden. Vom Eleftherios-Venizelos-Flughafen kommt man mit verschiedenen Transfermöglichkeiten in die 25 km entfernte Stadt. Am günstigsten sind Bus und Metro mit 6 Euro, beziehungsweise 10 €. Die Fahrt dauert aber fast doppelt (50-55 Minuten) so lange wie der Transfer mit dem Taxi für 38 € (ca. 25 Minuten).

 

Die Wahl des Hotels wurde uns zum Glück abgenommen, weil wir uns über die Veranstaltung im St. George Lycabettus  einquartieren konnten. Das ist ein 5 Sterne Hotel, etwa 1km von der Athener Innenstadt entfernt. Das Hotel verfügt über allerlei Annehmlichkeiten wie Gym, einer Dachterrasse mit Pool und Bar, einer Frühstücksterrasse mit direktem Blick auf die Akropolis sowie einer Kunstgalerie im Untergeschoss. Die Zimmerpreise liegen regulär bei 120 € inkl. Frühstück, was ich für die Kategorie noch erschwinglich fand. Und gerade der Ausblick auf die Akropolis ist jeden Cent wert! Was mich überrascht hat, war die kostenfreie Flasche Wasser, die jeden Tag im Zimmer stand. Das hab ich bisher (leider) noch in keinem anderen Hotel dieser Klasse erlebt.

Essen & Trinken

Athen hat eine Vielzahl an vielen schönen kleinen Cafés, Bars und Restaurants. Wir haben unsere Wahl meist über Google oder Trip Advisor getroffen: Es ist super angenehm, wenn man mit knurrendem Magen und ohne Ortskenntnisse schnell recherchieren kann, welches erschwingliche Restaurant in der Nähe ist, ohne lange planlos umherzuirren. Aus eigener Erfahrung (und in Abstimmung mit dem Google-Rating) kann ich das Melilotos empfehlen, ein kleines griechisch-mediterranes Restaurant in der Innenstadt, mit einem hervorragendem Preisleistungsverhältnis. Ich glaube, ich habe für den Lachs mit Kräuterreis, einen Liter Wasser und einen Liter Wein – den ich natürlich nicht ganz alleine getrunken habe – gerade mal knapp über 20 € bezahlt.

In der Nähe unseres Hotels gab es noch unzählige weitere Restaurants. Dort haben wir auch einmal im Stinking Bishop gegessen. Bei Google wird der Laden zwar als Weinstube gelistet, es ist aber ein kleines Restaurant. Die Preise sind etwas gehobener als im Melilotos, die Küche ist aber trotz alledem sehr gut und bei 16 € für einen Black Angus Burger kann man nicht meckern.

Wir waren außerdem im Nikkei. Das Konzept hier ist die Kombination von peruanischer und japanischer Küche. Keine Ahnung, wie man darauf kommt und warum man das dann ausgerechnet in Griechenland umsetzt. Aber die Strategie scheint aufzugehen, denn ohne Reservierung bekommt man hier nur schwer einen Tisch. Das Ambiente ist super schön und das Essen ist sehr lecker. Allerdings sind die Preise dafür schon etwas hoch und die Portionen nicht unbedingt groß, aber das ist ja nun mal so mit der Haute Cuisine. Ich habe mir dort einen Lachs mit Mango-Reis gegönnt, war nach der Portion für knapp 30 € aber leider nicht ganz satt. Bekannt ist das Nikkei wohl ebenfalls für sehr gute Cocktails, die an der Bienenstock-förmigen Bar gemixt und ausgeschenkt werden.

 

Sightseeing

Akropolis

In knapp 4 Tagen, während denen man zudem noch von morgens bis abends berufsbedingt eingespannt ist, bleibt natürlich nicht viel Zeit für Sightseeing. Aber nach Athen zu fliegen ohne die Akropolis zu sehen, das wäre echt schade… wenn nicht sogar peinlich! Deshalb stand dieser Punkt ganz oben auf der Sightseeing-Agenda. Glücklicherweise ist das Gelände bis 20 Uhr geöffnet, allerdings werden die letzten Besucher um 19.30 Uhr eingelassen. Etwas erschrocken war ich über den Eintrittspreis von 20 €, wenn man allerdings bedenkt, in welcher finanziellen Lage sich der griechische Staat befindet, ist das schon nachvollziehbar. Wenn man noch ein bisschen mehr Zeit für die Stadtbesichtigung hat, gibt es außerdem ein Kombi-Ticket, das 5 Tage am Stück gültig ist und außerdem freien Zutritt zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Hadrians Bibliothek und dem Olympieion gewährt (mehr Infos dazu hier).

Für den Besuch der Akropolis habe ich noch zwei nützliche Tipps:

  1. Um die teilweise 20-30 minütige Wartezeit an den Ticketschaltern zu sparen gibt es die Möglichkeit Online-Tickets über die Seite des Griechischen Ministeriums für Kultur und Sport zu erwerben.
  2. Mein zweiter Tipp ist festes Schuhwerk! Die Wege oben auf der antiken Stadtfestung sind nicht wirklich befestigt und es liegt überwiegend Rollsplit. Daher würde ich persönlich von Flipflops und Sandalen abraten und leichte Sneakers empfehlen, die staubig werden können.

Griechisches Parlament

Vergesst die Wachablösung vor dem Buckingham Palace in London! Mindestens genauso spannend ist die Zeremonie der griechischen Soldaten vor dem Parlament am Syntagma-Platz. Das Parlament war früher das Athener Stadtschloss und wurde 1836 vom bayerischen Prinzen Otto Friedrich Ludwig von Wittelsbach, dem ersten König von Griechenland, erbaut. Zu jeder vollen Stunde – und zwar rund um die Uhr – findet hier ein spektakulärer Wachwechsel statt. Sonntagsvormittags um 11 Uhr wir das Prozedere noch durch eine Parade mit musikalischer Begleitung ergänzt.

Lykabettus & Ágios Geórgios

Athen hat einen 277 m hohen Stadtberg, den Lykabettus. Der Überlieferung nach hat die Göttin Athene den Berg dorthin gebracht, um einen Schutzwall vor der Akropolis zu errichten. Man kann entweder mit der Seilbahn dort hinauffahren oder – am frühen Morgen oder Abend, wenn es nicht ganz so heiß ist – hinauf laufen. Der Fußweg dauert etwa 30 Minuten, ist zwar anstrengend, aber der Ausblick entschädigt für jeden Meter. Oben angekommen gibt es ein Restaurant (das ich persönlich nicht gut fand), eine Aussichtsplattform und die Ágios Geórgios Kapelle (aka Sankt-Georgs-Kapelle). Die kleine orthodoxe Kirche wurde 1870 dort oben erreichtet, wo zuvor ein Tempel für Zeus stand. Gegen eine kleine Spende kann man in der Kapelle eine Kerze entzünden und sich etwas wünschen (check!). Von der Aussichtsplattform kann man den phänomenalen Blick über ganz Athen genießen. Allerdings hat sich das wohl schon herumgesprochen: Auch hier oben sind einige Touristen unterwegs, also entweder ganz früh hierherkommen oder wahlweise ganz spät.

 

Athen hat definitiv einiges zu bieten! Mal ganz abgesehen von den vielen historischen Sehenswürdigkeiten, allein der Spirit dieser Stadt ist faszinierend! Obwohl man an jeder Ecke sehen kann, dass es dem Land finanziell nicht gut geht, haben die Griechen ihr sonniges Gemüt nicht verloren und tun alles dafür, um die Gastfreundschaft hochzuhalten. Für mich war es auf jeden Fall nicht der letzte Trip nach Athen. Allerdings würde ich für meinen privaten Urlaub eins der verlängerten Wochenenden im Mai wählen, wenn die Temperaturen noch nicht ganz so wahnsinnig hoch sind und man tagsüber noch die eine oder andere Sightseeing-Tour unternehmen kann.

 

Viele Grüße!

Ines

 

 

 

Rezepte

Glutenfreie Pancakes aus nur drei Zutaten

Gesunde Ernährung ist auch hier ein großes Thema – wenn halt die vielen kleinen Sünden in Form von Kuchen und Süßigkeiten nicht wären! Deshalb versuche ich immer mal wieder gesündere Alternativen zu finden, bei denen man auf Industriezucker und Mehl verzichten kann. Aber was wäre ein sonniger Sonntagmorgen ohne Pancakes?! Diese hier sind sehr fluffig, zucker- und glutenfrei und ganz easy-peasy zuzubereiten: In weniger als 20 Minuten und ganz ohne Aufwand. Man braucht weder einen Handmixer, noch muss man aufwendig Eier trennen, um sie anschließend in unterschiedlichen Schüsseln aufzuschlagen, und steht schließlich auch nicht vor einem riesigen Berg schmutzigen Geschirrs oder in einer Küche, die einem Schlachtfeld gleicht. Hoffe ich zumindest… Klingt also nach einem entspannten Frühstück, oder?

Da die Pancakes nur aus Kokosmehl, Eiern und einer reifen Banane bestehen, brauch man sich auch nicht ganz so viele Sorgen um die Kalorien-Bilanz zu machen. Und damit das ganze auch noch einen Touch Nachhaltigkeit bekommt, habe ich bei diesem Rezept auch noch die etwas reiferen Bananen verarbeitet, die sonst vielleicht in der Tonne gelandet wären. Also glutenfrei: check! Zuckerfei: check! Nachhaltig: check! Na dann mal ran an den Herd!

 

 

Vorbereitung: ca. 5 Minuten

Zubereitungszeit: 15 Minuten

 

Zutaten für 4 kleine Pancakes:

1 reife Banane

2 Eier

1 Esslöffel Kokosmehl

Kokosöl für die Pfanne

 

Zum Garnieren:

Ahornsirup

Erdnussmus (zuckerfrei)

 

 

Zubereitung:

  1. Die Banane schälen und mit der Gabel klein drücken.
  2. Die beiden Eier unterrühren.
  3. Den Esslöffel Kokosmehl untermischen.
  4. Vier kleine Pfannkuchen in eine heiße, mit Kokosöl gefettete Pfanne geben. Von jeder Seite etwa 3-4 Minuten braten.
  5. Die fertig gebratenen Pancakes mit Ahorn-Sirup oder Erdnussmus servieren.

 

Motivation

Monday motivation: Der perfekte Start in den (Mon-)Tag

It’s just another manic monday! Sieben neue Tage warten darauf, in Angriff genommen zu werden. Mindestens fünf davon sind Arbeitstage mit einem Haufen To Dos, bei denen man meist gar nicht weiß, wo man anfangen soll… Bisher hat mich der Montagmorgen immer komplett überrollt. Auftstehen, fertigmachen, auf dem Weg zum Büro im Kopf die wichtigsten To Do überschlagen, dann von einem Meeting ins nächste und dazwischen versuchen, die Arbeit zu erledigen. Damit mir das nicht mehr passiert und ich die neue Woche nicht in Hektik und Stress beginne, habe ich seit einiger Zeit eine Morgen-Routine, die aus festen Ritualen besteht. Ich versuche diesen Ablauf – so gut es geht – einzuhalten und so die Woche ganz in Ruhe anzufangen.

 

 

1. Meditation

Montagmorgens jagt mir oft ein Gedanke nach dem anderen durch den Kopf: Das musst Du noch erledigen… Die Mail hast Du Freitag gar nicht mehr beantwortet… Vergiss ja nicht, dass Du das Konzept noch erstellen musst… Und so weiter und so weiter. Kein Wunder also, dass der Montagmorgen einen gefühlt überfällt. Also erst einmal wach werden und Gedanken sortieren! Das klappt bei mir mittlerweile wunderbar mit Meditation. Egal ob geführt mit Apps wie Headspace oder allein: Mir reichen schon 10 Minuten völlig aus, um einen klaren Kopf zu bekommen und entspannter in den den Tag zu starten.

2. Kaffee

But first: coffee! Für mich startet kein Tag der Woche ohne Kaffee! Nach der Meditation ist mein Kopf zwar schon hellwach, der Rest des Körpers befindet sich aber meist noch im Schlummer-Modus. Also Kaffeemaschine an und her mit dem Wachmacher! An manchen Tage, wenn der Cortisol-Spiegel morgens noch so hoch ist, dass ich zum Wachwerden noch kein Koffein brauche, reicht auch Kräutertee. Aber irgendein Heißgetränk muss sein, sonst funktioniere ich nicht richtig. Ohne Kaffee, ohne mich!

3. Frühstück

Man kennt das ja, die wichtigste Mahlzeit des Tages… blablabla… Mittlerweile streiten sich die Meinungen ja darüber, ob diese These immernoch so vertreten werden kann. Ich persönlich brauche aber morgens auf jeden Fall Frühstück. Zum Einen, um die Energiereserven wieder aufzufüllen. Zum Anderen, um meinen Stoffwechsel anzukurbeln. Und um spätere Heißhungerattacken zu vermeiden, fange ich mit etwas gesundem an. Das ist meist Porridge (also der gute alte Haferbrei) mit Mandelmilch. Schmeckt gut, wärmt von innen und enthält Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Perfekt!

4. To Do’s

Die To-Do-Liste für die nächste Woche ist eigentlich etwas, was ich sehr gerne schon Sonntagabend aufschreibe.  Falls ich am Vorabend aber nicht dazu gekommen bin, ist sie ein fester Termin für den Montagmorgen. Es ist so viel angenehmer, wenn man einen Großteil der zu erledigenden Aufgaben für die kommenden Tage auf ein Blatt Papier oder in den Kalender schreibt, als quasi jeden Tag davon überfallen zu werden, weil man die größten oder wichtigsten Punkte vergessen (oder verdrängt) hat. So hab ich alles, was erledigt werden muss, im Überblick und bin auf (fast) alles vorbereitet.

5. Lesen

Kaffee, Frühstück. Jetzt fehtl eigentlich nur noch eine gute Lektüre für den perfekten Montagmorgen. Früher habe ich mit schöner Regelmäßigkeit die Zeitung gelesen. Da ich mich aber mittlerweile beim Aufschlagen von Zeitungen immer wieder das Gefühl befällt, dass nur noch schlimme Dinge in der Welt passieren, bin ich auf “positivere” Medien umgestiegen. Also, Medien, die bei mir positivere Emotionen hervorrufen. Das sind in dem Fall (Sach-)Bücher zu Themen, die mich interessieren und inspirieren. Für mich persönlich ist das angenehmer als schon am frühen Morgen mit Mord & Todschlag konfrontiert zu werden.

 

 

Einen wundervollen Montagmorgen wünscht Euch

Blumen

Von Hühnern und Blumen: Die Ranunkel

 

Einen schönen 1. Mai! Und auch wenn heute der Tag der Arbeit ist, und diese damit gefeiert wird, dass man sie quasi ruhen lässt, hab ich den freien Tag  mal wieder dafür genutzt, um mich mit einer meiner liebsten Schnittblumen zu beschäftigen. Denn jeden Frühling freue ich mich auf Ranunkeln! Botansich korrekt bezeichnet man die Blumen mit den zart gefüllten Blüten als Asiatischen Hahnenfuß (Ranunculus asiaticus). Der Name stammt von der eigenartigen Form ihrer Blätter, der eben an die Füße von Hühnern erinnert. Ihre Blütezeit sind die Monate März bis Juni, in denen sie sowohl in den Gärtnereien als auch bei Floristen angeboten werden. Sie ist in den verschiedensten Farben erhältlich. Mit dem Wonnemonat Mai und dem damit verbundenen Beginn der Hochzeitssaison findet man sie derzeit vor allem in pastelligen Tönen in Brautsträußen und -Gestecken.

 

 

Egal ob einzeln oder als Strauß in Kombination mit Schleierkraut oder anderem Grün: Ranunkeln machen in der Vase immer eine gute Figur. Der wunderschöne Frühlingsbote kann als Topfpflanze auch im Garten ausgepflanzt werden, ist meist allerdings nur einjährig und muß demnach jedes Jahr aufs Neue gesetzt werden. Ranunkeln können gleichermaßen sonnig und schattig stehen, so lange sie genug Wasser bekommen und der Boden durchlässig ist.

 

 

 

 

Aber Obacht: Trotz ihrer Schönheit ist die Ranunkel mit Vorsicht zu genießen! Sie ist leicht giftig, daher besser nicht in der Nähe von Kleinkindern und Tieren aufstellen!

 

DIY

DIY: Upcyclen von Terrakotta-Blumentöpfen

 

Und plötzlich ist der Frühling da! Ich hab mich zwar lange darauf gefreut, jetzt muss ich aber ehrlich gestehen, dass mir der Übergang zwischen dem gefühlt ewigen Winter und den fast sommerlichen Temperaturen doch etwas abrupt vorkam. Unter anderem auch, weil meine Terrasse und die Blumenbeete noch im Winterschlaf lag. Also habe ich die Urlaubswoche und die letzte Frühsommerwoche dazu genutzt, um beides mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ganz oben auf der To Do-Liste standen meine Blumentöpfe: Mal abgesehen von den halb abgestorbenen Pflanzen und dem Unkraut darin, fand ich dieses Terrakotta-Orange leider noch nie schön. Dazu bildete es zu den moosbewachsenen Steinplatten einen sehr unschönen Kontrast. Töpfe aus Plastik kommen für mich allein schon deshalb nicht in Frage, weil sie zum Einen unheimlich teuer sind und zum Anderen im Winter leider überhaupt keinen Frotsschutz bieten. Da sind mir die -zwar leider hässlichen- Tontöpfe dann doch lieber… Die andere Hälfte meiner Blumentöpfe hatte ich vor etwa 4 Jahren schon mal mit Wandfarbe weiß gestrichen. Die Kandidaten hatten ihre beste Zeit aber nun auch mehr als hinter sich und brauchten mal wieder einen frischen Anstrich.

 

 

In der Hoffnung, dass die Farbe diesmal vielleicht sogar noch etwas länger hält, hab ich in diesem Jahr zu Fassadenfarbe gegriffen. Nachdem die Wandfarbe irgendwann anfing abzubröckeln und Versuche mit Lack leider gescheitert sind, da die Farbe unschön abblättert und nicht mehr überstreichbar war, mussten dieses Jahr härtere Geschütze aufgefahren werden! Wer nicht zufällig noch Überbleibsel vom letzten Hausanstrich übrig hat, kann Fassadenfarbe für unter 10 Euro im praktischen 1 Liter-Eimer im Baumarkt seines Vertrauens kaufen. Das Schöne daran: Sie lässt sich einfach auftragen, kann mit Vollton-Farbe in jede beliebige Nuance abgetönt werden, ist auf umweltfreundlicher Wasserbasis und trotzt Wind und Wetter.

 

Material:

Alte Blumentöpfe: Ebay-Kleinanzeigen

Fassadenfarbe: Schöner Wohnen Fassadenfarbe

Lackierwalze aus Schaumstoff: Baumarkt

Pinsel: Amazon.de

 

 

Wer keine alten Töpfe zum Upcyclen hat, kann sie zuhauf gebraucht bei Ebay-Kleinanzeigen für wenig Geld finden. Ich persönlich finde es auch sehr schön, wenn der Blumentopf ein Muster oder eine besondere Struktur hat. Dann kommt die Farbe nochmal besser zur Geltung.Bei alten Blumentöpfen empfehle ich, diese vor dem Streichen mit einem Stahl-Schwamm von Schmutz zu befreien. Falls sich – wie in dem Fall meiner Töpfe- Moos darauf angesammelt hat, kann dies mit einer Lösung aus Essig und Wasser, mithilfe eines Schwamms, abgewaschen werden. Danach sollte der Blumentopf aber gut durchtrocknen bis er dann gestrichen wird. Wie man streicht brauche ich vermutlich nicht zu erklären. Aus Erfahrung hab ich aber gelernt, dass eine einfache Schaumstoff-Walze und ein Pinsel sehr gute Dienste leisten. Um ein gleichmässig deckendes Ergebnis zu erzielen, habe ich in 2 mal gestrichen und dazwischen jedes Mal eine Pause zum Trocknen der Farbe eingelegt. Bei gutem, trockenen Wetter ist das aber innerhalb weniger Stunden erledigt.

 

Viel Spaß beim Upcyclen,