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Ines

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Travel Diairy: 5 Tage Business-Trip nach Athen

Gibt es eigentlich noch den Throwback Thursday? Passend dazu hätte ich heute nämlich ein paar Tipps von einem vergangenen Business-Trip nach Athen. Ziemlich genau vor einem Jahr hatte ich das Glück, der griechischen Hauptstadt einen Besuch abstatten zu dürfen. Zwar war das Zeitfenster für Sightseeing durch die dienstlichen Veranstaltungen auf den Abend beschränkt, das war aber gar nicht so schlimm! Denn bei 42 Grad Außentemperatur (Anfang August) haben wir den Tag lieber in klimatisierten Räumen verbracht und uns abends bei kühleren Temperaturen auf Erkundungstour gemacht.

Flug & Unterkunft

Athen lohnt sich auf jeden Fall für einen Städtetrip. Der Direktflug mit der Lufthansa von Frankfurt aus hat etwa 200 € gekostet und dauerte gerade mal 3 Stunden. Vom Eleftherios-Venizelos-Flughafen kommt man mit verschiedenen Transfermöglichkeiten in die 25 km entfernte Stadt. Am günstigsten sind Bus und Metro mit 6 Euro, beziehungsweise 10 €. Die Fahrt dauert aber fast doppelt (50-55 Minuten) so lange wie der Transfer mit dem Taxi für 38 € (ca. 25 Minuten).

 

Die Wahl des Hotels wurde uns zum Glück abgenommen, weil wir uns über die Veranstaltung im St. George Lycabettus  einquartieren konnten. Das ist ein 5 Sterne Hotel, etwa 1km von der Athener Innenstadt entfernt. Das Hotel verfügt über allerlei Annehmlichkeiten wie Gym, einer Dachterrasse mit Pool und Bar, einer Frühstücksterrasse mit direktem Blick auf die Akropolis sowie einer Kunstgalerie im Untergeschoss. Die Zimmerpreise liegen regulär bei 120 € inkl. Frühstück, was ich für die Kategorie noch erschwinglich fand. Und gerade der Ausblick auf die Akropolis ist jeden Cent wert! Was mich überrascht hat, war die kostenfreie Flasche Wasser, die jeden Tag im Zimmer stand. Das hab ich bisher (leider) noch in keinem anderen Hotel dieser Klasse erlebt.

Essen & Trinken

Athen hat eine Vielzahl an vielen schönen kleinen Cafés, Bars und Restaurants. Wir haben unsere Wahl meist über Google oder Trip Advisor getroffen: Es ist super angenehm, wenn man mit knurrendem Magen und ohne Ortskenntnisse schnell recherchieren kann, welches erschwingliche Restaurant in der Nähe ist, ohne lange planlos umherzuirren. Aus eigener Erfahrung (und in Abstimmung mit dem Google-Rating) kann ich das Melilotos empfehlen, ein kleines griechisch-mediterranes Restaurant in der Innenstadt, mit einem hervorragendem Preisleistungsverhältnis. Ich glaube, ich habe für den Lachs mit Kräuterreis, einen Liter Wasser und einen Liter Wein – den ich natürlich nicht ganz alleine getrunken habe – gerade mal knapp über 20 € bezahlt.

In der Nähe unseres Hotels gab es noch unzählige weitere Restaurants. Dort haben wir auch einmal im Stinking Bishop gegessen. Bei Google wird der Laden zwar als Weinstube gelistet, es ist aber ein kleines Restaurant. Die Preise sind etwas gehobener als im Melilotos, die Küche ist aber trotz alledem sehr gut und bei 16 € für einen Black Angus Burger kann man nicht meckern.

Wir waren außerdem im Nikkei. Das Konzept hier ist die Kombination von peruanischer und japanischer Küche. Keine Ahnung, wie man darauf kommt und warum man das dann ausgerechnet in Griechenland umsetzt. Aber die Strategie scheint aufzugehen, denn ohne Reservierung bekommt man hier nur schwer einen Tisch. Das Ambiente ist super schön und das Essen ist sehr lecker. Allerdings sind die Preise dafür schon etwas hoch und die Portionen nicht unbedingt groß, aber das ist ja nun mal so mit der Haute Cuisine. Ich habe mir dort einen Lachs mit Mango-Reis gegönnt, war nach der Portion für knapp 30 € aber leider nicht ganz satt. Bekannt ist das Nikkei wohl ebenfalls für sehr gute Cocktails, die an der Bienenstock-förmigen Bar gemixt und ausgeschenkt werden.

 

Sightseeing

Akropolis

In knapp 4 Tagen, während denen man zudem noch von morgens bis abends berufsbedingt eingespannt ist, bleibt natürlich nicht viel Zeit für Sightseeing. Aber nach Athen zu fliegen ohne die Akropolis zu sehen, das wäre echt schade… wenn nicht sogar peinlich! Deshalb stand dieser Punkt ganz oben auf der Sightseeing-Agenda. Glücklicherweise ist das Gelände bis 20 Uhr geöffnet, allerdings werden die letzten Besucher um 19.30 Uhr eingelassen. Etwas erschrocken war ich über den Eintrittspreis von 20 €, wenn man allerdings bedenkt, in welcher finanziellen Lage sich der griechische Staat befindet, ist das schon nachvollziehbar. Wenn man noch ein bisschen mehr Zeit für die Stadtbesichtigung hat, gibt es außerdem ein Kombi-Ticket, das 5 Tage am Stück gültig ist und außerdem freien Zutritt zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Hadrians Bibliothek und dem Olympieion gewährt (mehr Infos dazu hier).

Für den Besuch der Akropolis habe ich noch zwei nützliche Tipps:

  1. Um die teilweise 20-30 minütige Wartezeit an den Ticketschaltern zu sparen gibt es die Möglichkeit Online-Tickets über die Seite des Griechischen Ministeriums für Kultur und Sport zu erwerben.
  2. Mein zweiter Tipp ist festes Schuhwerk! Die Wege oben auf der antiken Stadtfestung sind nicht wirklich befestigt und es liegt überwiegend Rollsplit. Daher würde ich persönlich von Flipflops und Sandalen abraten und leichte Sneakers empfehlen, die staubig werden können.

Griechisches Parlament

Vergesst die Wachablösung vor dem Buckingham Palace in London! Mindestens genauso spannend ist die Zeremonie der griechischen Soldaten vor dem Parlament am Syntagma-Platz. Das Parlament war früher das Athener Stadtschloss und wurde 1836 vom bayerischen Prinzen Otto Friedrich Ludwig von Wittelsbach, dem ersten König von Griechenland, erbaut. Zu jeder vollen Stunde – und zwar rund um die Uhr – findet hier ein spektakulärer Wachwechsel statt. Sonntagsvormittags um 11 Uhr wir das Prozedere noch durch eine Parade mit musikalischer Begleitung ergänzt.

Lykabettus & Ágios Geórgios

Athen hat einen 277 m hohen Stadtberg, den Lykabettus. Der Überlieferung nach hat die Göttin Athene den Berg dorthin gebracht, um einen Schutzwall vor der Akropolis zu errichten. Man kann entweder mit der Seilbahn dort hinauffahren oder – am frühen Morgen oder Abend, wenn es nicht ganz so heiß ist – hinauf laufen. Der Fußweg dauert etwa 30 Minuten, ist zwar anstrengend, aber der Ausblick entschädigt für jeden Meter. Oben angekommen gibt es ein Restaurant (das ich persönlich nicht gut fand), eine Aussichtsplattform und die Ágios Geórgios Kapelle (aka Sankt-Georgs-Kapelle). Die kleine orthodoxe Kirche wurde 1870 dort oben erreichtet, wo zuvor ein Tempel für Zeus stand. Gegen eine kleine Spende kann man in der Kapelle eine Kerze entzünden und sich etwas wünschen (check!). Von der Aussichtsplattform kann man den phänomenalen Blick über ganz Athen genießen. Allerdings hat sich das wohl schon herumgesprochen: Auch hier oben sind einige Touristen unterwegs, also entweder ganz früh hierherkommen oder wahlweise ganz spät.

 

Athen hat definitiv einiges zu bieten! Mal ganz abgesehen von den vielen historischen Sehenswürdigkeiten, allein der Spirit dieser Stadt ist faszinierend! Obwohl man an jeder Ecke sehen kann, dass es dem Land finanziell nicht gut geht, haben die Griechen ihr sonniges Gemüt nicht verloren und tun alles dafür, um die Gastfreundschaft hochzuhalten. Für mich war es auf jeden Fall nicht der letzte Trip nach Athen. Allerdings würde ich für meinen privaten Urlaub eins der verlängerten Wochenenden im Mai wählen, wenn die Temperaturen noch nicht ganz so wahnsinnig hoch sind und man tagsüber noch die eine oder andere Sightseeing-Tour unternehmen kann.

 

Viele Grüße!

Ines

 

 

 

Food

Glutenfreie Pancakes aus nur drei Zutaten

Gesunde Ernährung ist auch hier ein großes Thema – wenn halt die vielen kleinen Sünden in Form von Kuchen und Süßigkeiten nicht wären! Deshalb versuche ich immer mal wieder gesündere Alternativen zu finden, bei denen man auf Industriezucker und Mehl verzichten kann. Aber was wäre ein sonniger Sonntagmorgen ohne Pancakes?! Diese hier sind sehr fluffig, zucker- und glutenfrei und ganz easy-peasy zuzubereiten: In weniger als 20 Minuten und ganz ohne Aufwand. Man braucht weder einen Handmixer, noch muss man aufwendig Eier trennen, um sie anschließend in unterschiedlichen Schüsseln aufzuschlagen, und steht schließlich auch nicht vor einem riesigen Berg schmutzigen Geschirrs oder in einer Küche, die einem Schlachtfeld gleicht. Hoffe ich zumindest… Klingt also nach einem entspannten Frühstück, oder?

Da die Pancakes nur aus Kokosmehl, Eiern und einer reifen Banane bestehen, brauch man sich auch nicht ganz so viele Sorgen um die Kalorien-Bilanz zu machen. Und damit das ganze auch noch einen Touch Nachhaltigkeit bekommt, habe ich bei diesem Rezept auch noch die etwas reiferen Bananen verarbeitet, die sonst vielleicht in der Tonne gelandet wären. Also glutenfrei: check! Zuckerfei: check! Nachhaltig: check! Na dann mal ran an den Herd!

 

 

Vorbereitung: ca. 5 Minuten

Zubereitungszeit: 15 Minuten

 

Zutaten für 4 kleine Pancakes:

1 reife Banane

2 Eier

1 Esslöffel Kokosmehl

Kokosöl für die Pfanne

 

Zum Garnieren:

Ahornsirup

Erdnussmus (zuckerfrei)

 

 

Zubereitung:

  1. Die Banane schälen und mit der Gabel klein drücken.
  2. Die beiden Eier unterrühren.
  3. Den Esslöffel Kokosmehl untermischen.
  4. Vier kleine Pfannkuchen in eine heiße, mit Kokosöl gefettete Pfanne geben. Von jeder Seite etwa 3-4 Minuten braten.
  5. Die fertig gebratenen Pancakes mit Ahorn-Sirup oder Erdnussmus servieren.

 

Organisation

Monday motivation: Der perfekte Start in den (Mon-)Tag

 

It’s just another manic monday! Sieben neue Tage warten darauf, in Angriff genommen zu werden. Mindestens fünf davon sind Arbeitstage mit einem Haufen To Dos, bei denen man meist gar nicht weiß, wo man anfangen soll… Bisher hat mich der Montagmorgen immer komplett überrollt. Auftstehen, fertigmachen, auf dem Weg zum Büro im Kopf die wichtigsten To Do überschlagen, dann von einem Meeting ins nächste und dazwischen versuchen, die Arbeit zu erledigen. Damit mir das nicht mehr passiert und ich die neue Woche nicht in Hektik und Stress beginne, habe ich seit einiger Zeit eine Morgen-Routine, die aus festen Ritualen besteht. Ich versuche diesen Ablauf – so gut es geht – einzuhalten und so die Woche ganz in Ruhe anzufangen.

 

 

1. Meditation

Montagmorgens jagt mir oft ein Gedanke nach dem anderen durch den Kopf: Das musst Du noch erledigen… Die Mail hast Du Freitag gar nicht mehr beantwortet… Vergiss ja nicht, dass Du das Konzept noch erstellen musst… Und so weiter und so weiter. Kein Wunder also, dass der Montagmorgen einen gefühlt überfällt. Also erst einmal wach werden und Gedanken sortieren! Das klappt bei mir mittlerweile wunderbar mit Meditation. Egal ob geführt mit Apps wie Headspace oder allein: Mir reichen schon 10 Minuten völlig aus, um einen klaren Kopf zu bekommen und entspannter in den den Tag zu starten.

2. Kaffee

But first: coffee! Für mich startet kein Tag der Woche ohne Kaffee! Nach der Meditation ist mein Kopf zwar schon hellwach, der Rest des Körpers befindet sich aber meist noch im Schlummer-Modus. Also Kaffeemaschine an und her mit dem Wachmacher! An manchen Tage, wenn der Cortisol-Spiegel morgens noch so hoch ist, dass ich zum Wachwerden noch kein Koffein brauche, reicht auch Kräutertee. Aber irgendein Heißgetränk muss sein, sonst funktioniere ich nicht richtig. Ohne Kaffee, ohne mich!

3. Frühstück

Man kennt das ja, die wichtigste Mahlzeit des Tages… blablabla… Mittlerweile streiten sich die Meinungen ja darüber, ob diese These immernoch so vertreten werden kann. Ich persönlich brauche aber morgens auf jeden Fall Frühstück. Zum Einen, um die Energiereserven wieder aufzufüllen. Zum Anderen, um meinen Stoffwechsel anzukurbeln. Und um spätere Heißhungerattacken zu vermeiden, fange ich mit etwas gesundem an. Das ist meist Porridge (also der gute alte Haferbrei) mit Mandelmilch. Schmeckt gut, wärmt von innen und enthält Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Perfekt!

4. To Do’s

Die To-Do-Liste für die nächste Woche ist eigentlich etwas, was ich sehr gerne schon Sonntagabend aufschreibe.  Falls ich am Vorabend aber nicht dazu gekommen bin, ist sie ein fester Termin für den Montagmorgen. Es ist so viel angenehmer, wenn man einen Großteil der zu erledigenden Aufgaben für die kommenden Tage auf ein Blatt Papier oder in den Kalender schreibt, als quasi jeden Tag davon überfallen zu werden, weil man die größten oder wichtigsten Punkte vergessen (oder verdrängt) hat. So hab ich alles, was erledigt werden muss, im Überblick und bin auf (fast) alles vorbereitet.

5. Lesen

Kaffee, Frühstück. Jetzt fehtl eigentlich nur noch eine gute Lektüre für den perfekten Montagmorgen. Früher habe ich mit schöner Regelmäßigkeit die Zeitung gelesen. Da ich mich aber mittlerweile beim Aufschlagen von Zeitungen immer wieder das Gefühl befällt, dass nur noch schlimme Dinge in der Welt passieren, bin ich auf “positivere” Medien umgestiegen. Also, Medien, die bei mir positivere Emotionen hervorrufen. Das sind in dem Fall (Sach-)Bücher zu Themen, die mich interessieren und inspirieren. Für mich persönlich ist das angenehmer als schon am frühen Morgen mit Mord & Todschlag konfrontiert zu werden.

 

 

Einen wundervollen Montagmorgen wünscht Euch

Blumen

Von Hühnern und Blumen: Die Ranunkel

 

Einen schönen 1. Mai! Und auch wenn heute der Tag der Arbeit ist, und diese damit gefeiert wird, dass man sie quasi ruhen lässt, hab ich den freien Tag  mal wieder dafür genutzt, um mich mit einer meiner liebsten Schnittblumen zu beschäftigen. Denn jeden Frühling freue ich mich auf Ranunkeln! Botansich korrekt bezeichnet man die Blumen mit den zart gefüllten Blüten als Asiatischen Hahnenfuß (Ranunculus asiaticus). Der Name stammt von der eigenartigen Form ihrer Blätter, der eben an die Füße von Hühnern erinnert. Ihre Blütezeit sind die Monate März bis Juni, in denen sie sowohl in den Gärtnereien als auch bei Floristen angeboten werden. Sie ist in den verschiedensten Farben erhältlich. Mit dem Wonnemonat Mai und dem damit verbundenen Beginn der Hochzeitssaison findet man sie derzeit vor allem in pastelligen Tönen in Brautsträußen und -Gestecken.

 

 

Egal ob einzeln oder als Strauß in Kombination mit Schleierkraut oder anderem Grün: Ranunkeln machen in der Vase immer eine gute Figur. Der wunderschöne Frühlingsbote kann als Topfpflanze auch im Garten ausgepflanzt werden, ist meist allerdings nur einjährig und muß demnach jedes Jahr aufs Neue gesetzt werden. Ranunkeln können gleichermaßen sonnig und schattig stehen, so lange sie genug Wasser bekommen und der Boden durchlässig ist.

 

 

 

 

Aber Obacht: Trotz ihrer Schönheit ist die Ranunkel mit Vorsicht zu genießen! Sie ist leicht giftig, daher besser nicht in der Nähe von Kleinkindern und Tieren aufstellen!

 

DIY

DIY: Upcyclen von Terrakotta-Blumentöpfen

 

Und plötzlich ist der Frühling da! Ich hab mich zwar lange darauf gefreut, jetzt muss ich aber ehrlich gestehen, dass mir der Übergang zwischen dem gefühlt ewigen Winter und den fast sommerlichen Temperaturen doch etwas abrupt vorkam. Unter anderem auch, weil meine Terrasse und die Blumenbeete noch im Winterschlaf lag. Also habe ich die Urlaubswoche und die letzte Frühsommerwoche dazu genutzt, um beides mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ganz oben auf der To Do-Liste standen meine Blumentöpfe: Mal abgesehen von den halb abgestorbenen Pflanzen und dem Unkraut darin, fand ich dieses Terrakotta-Orange leider noch nie schön. Dazu bildete es zu den moosbewachsenen Steinplatten einen sehr unschönen Kontrast. Töpfe aus Plastik kommen für mich allein schon deshalb nicht in Frage, weil sie zum Einen unheimlich teuer sind und zum Anderen im Winter leider überhaupt keinen Frotsschutz bieten. Da sind mir die -zwar leider hässlichen- Tontöpfe dann doch lieber… Die andere Hälfte meiner Blumentöpfe hatte ich vor etwa 4 Jahren schon mal mit Wandfarbe weiß gestrichen. Die Kandidaten hatten ihre beste Zeit aber nun auch mehr als hinter sich und brauchten mal wieder einen frischen Anstrich.

 

 

In der Hoffnung, dass die Farbe diesmal vielleicht sogar noch etwas länger hält, hab ich in diesem Jahr zu Fassadenfarbe gegriffen. Nachdem die Wandfarbe irgendwann anfing abzubröckeln und Versuche mit Lack leider gescheitert sind, da die Farbe unschön abblättert und nicht mehr überstreichbar war, mussten dieses Jahr härtere Geschütze aufgefahren werden! Wer nicht zufällig noch Überbleibsel vom letzten Hausanstrich übrig hat, kann Fassadenfarbe für unter 10 Euro im praktischen 1 Liter-Eimer im Baumarkt seines Vertrauens kaufen. Das Schöne daran: Sie lässt sich einfach auftragen, kann mit Vollton-Farbe in jede beliebige Nuance abgetönt werden, ist auf umweltfreundlicher Wasserbasis und trotzt Wind und Wetter.

 

Material:

Alte Blumentöpfe: Ebay-Kleinanzeigen

Fassadenfarbe: Schöner Wohnen Fassadenfarbe

Lackierwalze aus Schaumstoff: Baumarkt

Pinsel: Amazon.de

 

 

Wer keine alten Töpfe zum Upcyclen hat, kann sie zuhauf gebraucht bei Ebay-Kleinanzeigen für wenig Geld finden. Ich persönlich finde es auch sehr schön, wenn der Blumentopf ein Muster oder eine besondere Struktur hat. Dann kommt die Farbe nochmal besser zur Geltung.Bei alten Blumentöpfen empfehle ich, diese vor dem Streichen mit einem Stahl-Schwamm von Schmutz zu befreien. Falls sich – wie in dem Fall meiner Töpfe- Moos darauf angesammelt hat, kann dies mit einer Lösung aus Essig und Wasser, mithilfe eines Schwamms, abgewaschen werden. Danach sollte der Blumentopf aber gut durchtrocknen bis er dann gestrichen wird. Wie man streicht brauche ich vermutlich nicht zu erklären. Aus Erfahrung hab ich aber gelernt, dass eine einfache Schaumstoff-Walze und ein Pinsel sehr gute Dienste leisten. Um ein gleichmässig deckendes Ergebnis zu erzielen, habe ich in 2 mal gestrichen und dazwischen jedes Mal eine Pause zum Trocknen der Farbe eingelegt. Bei gutem, trockenen Wetter ist das aber innerhalb weniger Stunden erledigt.

 

Viel Spaß beim Upcyclen,

 

 

 

 

 

 

 

 

Organisation

Frühjahrsputz Teil 1 – Überflüssige Dinge

 

Der Frühling ist da und damit auch die perfekte Gelegenheit für den seit langem notwendigen Frühjahrsputz! Für mich gehört es einfach zum Frühlingsanfang dazu, den Staub und Krempel, der sich den lieben langen Winter über in der Wohnung angesammelt hat, loszuwerden und dann mit weniger Ballast in die neue Saison zu starten.

 

Angefangen habe ich in diesem Jahr mit dem Ausmisten von Sachen, von denen man definitiv zu viele hat. Und ich denke, wenn ihr mal bei euch nachschaut, werdet ihr mir bei dem einen oder anderen Artikel garantiert beipflichten. Hier ist meine offizielle Top 5 der überflüssigen Dinge für 2018:

 

 

Abgelaufene Kosmetik

Ich glaube, jede von uns hat mindestens 10 Teile im Badezimmerschrank, die man in Bezug auf Hygiene und Gesundheit schon seit ewigen Zeiten nicht mehr benutzen dürfte. Für Mascara gilt (leider): Weg damit, wenn sie älter als 6 Monate ist. Bei Lidschatten, der nicht offen im Bad stand (Achtung, Schimmelgefahr!) kann man etwas nachsichtiger sein. Aber auch diese sollten spätestens nach 2 Jahren in der Tonne landen. Lippenstifte haben nach Anbruch ebenfalls eine Haltbarkeit von 2 Jahren und für Cremes und Lotions heißt es nach 12 Monaten bereits “bye bye“!

 

Modeschmuck

Wie war das noch: Jeder Trend im Bereich Fashion wiederholt sich irgendwann. Also bloß nichts wegwerfen, es könnte ja in 10 Jahren wieder hip sein…! Das mag für Designer-Kleidung und Accessoires zutreffen, aber eher nicht für die XXL-Statement-Kette von H&M aus der Sommersaison 2015. Die ist nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit bis dahin komplett mit Grünspan übersät und damit zwar ein Hingucker, aber nichts, mit dem man positiv auffällt.

 

 

Zeitschriften und Kataloge

Zwei Mal im Jahr der H&M-Katalog mit Outfit-Inspirationen, im Sommer der IKEA-Katalog mit den neuesten Wohntrends und dazwischen Instyle, Vogue und Co. mit Styling-Ideen, die man vielleicht irgendwann nochmal braucht, Artikel, die man unbedingt noch lesen wollte oder Rezepte, die man irgendwann nachkochen will…. Was in den meisten Fällen dann doch nicht mehr eintrifft. Und bis dahin ist die Styling-Idee dann sowas von Sommerkollektion 2013, oder die Diätrezepte auch längst kein Thema mehr. In meinem Wohnzimmer allein befinden sich derzeit 8 Zeitschriften und Kataloge, die ich nie wieder angerührt habe. Statt in Papierform sammle ich Styling-Ideen ab sofort lieber digital via Pinterest. Die Druckausgaben können also nach dem Lesen getrost ins Altpapier wandern.

 

Sportkleidung & Lounge Wear

Die 5 ausgemusterten T-Shirts? – Kann man noch zum Sport anziehen. Und wenn nicht dort, dann reicht es auf jeden Fall noch zum Rumgammeln auf der Couch. So oder so ähnlich erkläre ich mir die geschätzt 15 T-Shirts und unzähligen abgetragenen Leggings, die in der untersten Schublade meines Schranks vor sich hinvegetieren. Mal abgesehen davon, dass der Postbote wahrscheinlich erschrickt, wenn ich in dem einen oder anderen „Lounge Wear Outfit“, wie man Neudeutsch den Gammel-Look bezeichnet, die Türe öffne, weniger ist bekanntlich mehr. Gleiches gilt für diverse Sportsachen, die ihre besten Tage schon lange hinter sich haben. Und dann schaffe ich lieber Platz für neue Sportkleidung, die mich dann vielleicht auch eher zum Sport motiviert als ausgeleierte und verwaschene T-Shirts.

 

 

Abgelaufene Lebensmittel

Was sich da im Laufe des Jahres an Lebensmitteln in einem Kühlschrank so ansammelt. Neben den Produkten für den Täglichen Bedarf wie Gemüse, Eier und Konsorten, gibt es da immer mal wieder das Eine oder Andere, was man mal nur für ein bestimmtes Rezept angeschafft und dann in den Tiefen des Kühlschranks vergessen hat. Höchste Zeit also, sich mal wieder einen Überblick zu verschaffen, und Abgelaufenes und Verdorbenes zu entsorgen.

 

Ich würde mich freuen, wenn ich Euch auch zum Ausmisten und Aussortieren animieren kann.

Schönen Sonntag!

Travel

Chicago – 2 Tage in der Windy City

 

Ich glaube, ich bin Euch noch mindestens einen Blog-Artikel schuldig! Im Trubel der Feiertage ist der Post über unseren Aufenthalt in Chicago irgendwie untergegangen. Und eh man sich versah, war plötzlich Neujahr und nun ist der Januar auch schon wieder um und ich hab immer noch nichts dazu geschrieben (#procrastination). Dabei schreit das lausig kalte Wetter da draußen ja förmlich danach – zumindest gedanklich – mal wieder in wärmere Gefilde zu reisen. Schnappt Euch also gerne eine Tasse heißen Tee, Kakao, Kaffee oder was auch immer Euch bei dem Wetter gut tut und kommt mit mir nach Chicago!

 

 

Wie ihr vielleicht aus den übrigen Reise-Artikeln bereits wisst, haben wir im letzten Sommer eine Mietwagenreise von Toronto nach Chicago unternommen: Nach einem einwöchigen Aufenthalt in Toronto und einer anschließenden, zweitägigen Fahrt mit dem Auto entlang der Großen Seen war Chicago das nächste Highlight der Reise. In der Metropole am Lake Michigan leben etwa 2,7 Mio. Menschen, womit Chicago die drittgrößte Stadt Amerikas ist. Maßgeblich geprägt wird sie zum einen vom Chicago River, der durch die Stadt hindurch fließt und ihr mit den kilometerlangen Uferpromenaden mit Parkanlagen, Restaurants und Bars ein ganz besonderes, maritimes Flair verleiht. Zum anderen ist Chicago für seine Architektur bekannt. 1885 sollen in der Stadt die ersten Wolkenkratzer gebaut worden sein. Kein Wunder also, dass sich ein Hochhaus an das nächste reiht und man die verschiedensten Baustile nebeneinander findet.

 

 

In Chicago gibt es einiges zu sehen! Da wir im Best Western Hotel River North in sehr zentraler Lage untergebracht waren, haben wir die Stadt größtenteils zu Fuß erkundet. Das ging genau wie in Toronto ganz problemlos, wenn man sich immer an der Lage des Sees orientiert. Da unser Aufenthalt dort leider nur 2 Tage dauerte, war es zunächst schwierig aus der Vielzahl der Möglichkeiten auszuwählen.Ganz oben auf meiner Liste stand eine Bootstour mit der Chicago’s First Lady Cruises. Die Schiffslinie bietet in Kooperation mit der Chicago Architecture Foundation Touren über den Chicago River an, bei denen Guides die einzigartigen Architekturstile und Geschichte zu den beeindruckenden Wolkenkratzern erklären. Die Fahrt dauert etwa 90 Minuten und bei Sonnenschein empfehle ich auf jeden Fall einen Sonnenhut und vor allem Sonnencreme. Ich habe das Wetter nämlich leider völlig unterschätzt und mir innerhalb kurzer Zeit den Sonnenbrand meines Lebens eingefangen. Auch für Architektur-Uninteressierte lohnen sich die knapp 50 Dollar pro Ticket, weil die Guides einiges über die Geschichte und die Entstehung der Stadt zu berichten haben.

 

 

Ein weiteres “Must see” war natürlich der Millenium Park, eine öffentliche Parkanlage am Rande der Innenstadt. Hier findet man die Cloud Gate, die Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, die aufgrund ihrer Form besser bekannt als “The Big Bean” bekannt ist. Als eines der Wahrzeichen der Stadt ist es fast unmöglich ungestört ein Foto vor der  Bean zu machen. Ich habe es sowohl morgens als auch abends probiert, keine Chance! – Es tummeln sich immer hunderte von Menschen davor, darunter oder daneben. Einige Meter weiter findet sich die Crown Fountain, die vor allem im Sommer ein beliebter Platz für Jung und Alt ist. Die Fountain besteht aus einem Platz aus schwarzem Granit, auf dem zwei 15m hohe Türme aus Glasbausteinen stehen. Auf die beiden Türme werden im Wechsel alle 5 Minuten Gesichter projiziert, die ganz langsam die Lippen spitzen und kurz vor Ende der Projektion wie antike Wasserspeier Wasser verspritzen. Bei 30 Grad Außentemperatur (im Juli) eine willkommene Erfrischung! Ein weiteres Highlight ist der Jay Pritzker Pavilion, eine riesengroße Konzertmuschel, wo das Grant Park Symphony Orchestra kostenlos Konzerte spielt oder auf der Rasenfläche Yoga-Kurse stattfinden.

 

 

 

Gegen Abend haben wir uns auf den Weg zum Skydeck im Willis Tower gemacht. Im 103. Stock des Gebäudes gibt es zwei Glasbalkone von denen man 412 Meter in die Tiefe und über ganz Chicago gucken kann. Da die Glasbalkone hoffnungslos überfüllt und die Warteschlangen unendlich lang waren, haben wir uns von dort aus den Sonnenuntergang angeguckt. Definitiv faszinierender als sich (mit Höhenangst) auf einen Glasboden in schwindelerregender Höhe zu stellen!

 

 

Zurück auf dem Boden der Tatsachen haben wir als nächstes die Buckhingham Fountain angesteuert, einen der größten Springbrunnen der Welt. Vom Millenium Park aus kann man ihn fußläufig in wenigen Minuten erreichen. Wir haben uns den Besuch für den späten Abend aufgehoben, weil er dann in verschiedenen Farben illuminiert ist. Trotz fortgeschrittener Stunde waren auch noch unzählige Touristen unterwegs, was dem Spektakel keinen Abbruch getan hat! Ausklang des Abends war danach noch der Besuch der Pizza Uno, dem Restaurant, das sich rühmt die Deep Dish Pizza erfunden zu haben. Anders als die Pizza, die wir kennen, wird diese in tiefen Formen gebacken und ist etwa 10 cm hoch. Dementsprechend lange muss man aber auch warten: mindestens 40 Minuten ab dem Zeitpunkt der Bestellung. Die Wartezeit hat sich dennoch gelohnt! Auch wenn die Pizza für meinen Geschmack etwas wenig gewürzt war, war sie doch sehr lecker und ein würdiger Abschluss des Tages.

 

 

Den zweiten Tag haben wir zunächst auf der Magnificent Mile gestartet. Die Einkaufsstraße ist – wie der Name bereits erahnen lässt – 1 Meile lang und führt vom Chicago River Richtung Norden. Mehr als 460 findet man auf der Magnificient Mile, dazwischen 275 Restaurants, 60 Hotels und unzählige weitere Attraktionen. Außerdem steht dort auch eines der ältesten Gebäude Chicagos’, der Old Water Tower, aus dem Jahr 1869, indem heute die Touristen-Information untergebracht ist.

 

 

Nach einem ausgiebigen Shopping-Trip sind wir anschließend  in Richtung Lake Michigan spaziert. Der See hat einen insgesamt über 45 km langen Badestrand, der in den Sommermonaten extrem gut besucht ist. Nicht nur die Strandpromenade, auch die Parkanlagen laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Nur ein paar Meter entfernt ist der Navy Pier, eine der größten Touristenattraktionen Chicagos, die sich über eine Landzunge von etwa einem Kilometer Länge erstreckt. Neben einem Kino, einem Riesenrad und dem Chicago Childrens Museum kann man vom Pier aus Sightseeing-Touren mit dem Boot unternehmen, mit dem Speedboat fahren oder an einer der Dinner Cruises auf einer eleganten Yacht teilnehmen. In den Sommermonaten gibt es am Navy Pier zwei Mal wöchentlich mittwochs und samstags ein Feuerwerk, das man sich auch von anderer Stelle aus sehr gut anschauen kann (mehr dazu gleich…). Da wir bis dahin noch einige Stunden Zeit hatten und uns nach der ganzen Lauferei der kleine Hunger befallen hat, ging es wieder zurück in die Innenstadt. Durch Zufall haben wir in einer Seitenstraße Molly’s Cupcakes entdeckt, einen Laden wo die sündhaftesten Cupcakes verkauft werden und man auf süßen Schaukeln Platz nehmen kann, während man auf seinen Kaffee wartet. Definitiv ein kleiner Geheim-Tipp!

 

 

Mit Zucker und Koffein versorgt ging es dann nochmal die Parkanlagen am Ufer des Chicago Rivers entlang bis es dunkel wurde. Und dann….wollten wir unbedingt das Feuerwerk am Navy Pier sehen. Aber aus einer anderen Perspektive. Eine Freundin hat mir zuvor den Tipp gegeben, den Signature Room at the 95th zu besuchen. Der Wolkenkratzer war mal das höchste Hochhaus der Welt und beherbergt ebenfalls eine Aussichtsetage, das Skydeck, im 94. Stock. Was die wenigsten wissen ist, dass sich ein Stockwerk höher eine Bar bzw. ein Restaurant befindet. Statt also 18,90 Dollar für den Besuch der 94. Etage auszugeben, kann man für das gleiche Geld eine Etage höher die gleiche Aussicht genießen, dazu einen Cocktail schlürfen und das Feuerwerk am Navy Pier beobachten! Wir hatten an dem Abend das besondere Glück sowohl die bunten Raketen zu sehen, als auch kurze Zeit später ein aufziehendes Gewitter – quasi mittendrin statt nur dabei- zu beobachten. Es ist schon etwas seltsam, wenn man das Gefühl hat, der Wolkenkratzer bewegt sich im stürmischen Wind. Da musste auf jeden Fall zur Beruhigung noch ein Cocktail bestellt werden.

 

 

Damit war unser 2-tägiger Aufenthalt in Chicago auch schon rum, denn am nächsten Tag ging es dann zurück nach Kanada. Diesmal allerdings in den frankokanadischen Teil, nämlich nach Montréal.  Mehr dazu im dazugehörigen Blog-Post…

 

Bis dahin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Food

Pouding Chômeur – Kanadischer Dessert-Kuchen mit Ahorn-Sirup

 

Einen fröhlichen 1. Advent! Da mal wieder Sonntag ist, wird es höchste Zeit für einen neuen Blog-Post.  Bevor ich euch aber – wie neulich angekündigt – im  nächsten Artikel nach Chicago entführe, hab ich noch ein kleines Souvenir aus Kanada mitgebracht: Ein Rezept für Pouding Chômeur. Das ist ein Rührkuchen, der in ( ja, richtig gelesen!) einer Sauce aus Ahorn-Sirup und Sahne gebacken wird. Dadurch wird der Teig schön fluffig und saftig und erhält einen intensiven Karamell-Geschmack. Der Kuchen war ursprünglich ein Dessert für arme Leute und ist in den 1930er Jahren entstanden, als die Weltwirtschaftskrise Kanada erreichte. Er kombiniert einfache Zutaten wie Zucker, Mehl, Eier und, für Kanada ganz typisch, Ahorn-Sirup. Dieser gibt der Sauce auch diesen karamelligen Geschmack. Man serviert den Pouding Chômeur am besten noch warm, zu Kaffee, Tee oder auch heißer Milch. Er eignet sich also ideal für so kalte, verschneite Wintertage wie heute.

 

 

Vorbereitung:           ca. 30 Minuten

Backzeit:                    40 Minuten

Backtemperatur:      180 ° Celsius, Ober- und Unterhitze oder 160 ° Celsius bei Umluft

 

Zutaten für den Kuchen für eine große Auflaufform:

375 g Mehl

200 g Zucker

180 ml Milch

125 g Butter

2 Eier

2 TL Backpulver

½ TL Vanillezucker

1 Prise Salz

 

Zutaten für die Sauce:

500 ml Ahorn-Sirup

500 ml Sahne

 

 

Wie immer wird zuerst der Backofen auf 180 ° Ober- und Unterhitze eingestellt. Während der Ofen vorheizt, wird der Ahorn-Sirup zusammen mit der Sahne in einen Topf gegeben und erhitzt. Wenn die Sauce kocht, die Herdplatte auf mittlere Hitze runter stellen und einige Minuten simmern lassen, bis sich die Menge etwas reduziert und sämig wird. Den Topf vom Herd nehmen und zum Abkühlen beiseite stellen.

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermengen und beiseite stellen. In einer großen Rührschüssel werden zunächst Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig geschlagen, dann ein Ei nach dem anderen unterrühren. Den Handmixer oder die Küchenmaschine nun auf mittlere Stufe stellen und abwechselnd Milch und die vermengten, trockenen Zutaten unterrühren bis nach und nach alles untergerührt ist. Den Teig in die gefettete Auflaufform geben und die abgekühlte Sauce darüber gießen. Den Kuchen anschließend  in den vorgeheizten Backofen stellen und etwa 40 Minuten backen. Auch wenn es komisch erscheint, aber der Kuchen wird fest. Wenn die Backzeit rum ist, könnt ihr also mit der Stäbchenprobe testen, ob der Boden durch ist oder noch etwas länger im Ofen bleiben sollte.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und eine schöne Vorweihnachtszeit!

 

 

 

 

 

DIY

DIY Adventskranz mit Moos

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…nächstes Wochenende ist es wieder soweit: Mit dem Beginn der Adventszeit startet auch der Weihnachtscountdown. Im Gegensatz zu den Jahren davor bin ich dieses Jahr aber darauf vorbereitet und habe sogar schon den Adventskranz fertig! Eigentlich bin ich sonst immer der Typ „auf den letzten Drücker“ und stehe dann mit schöner Regelmäßigkeit am Samstag vor dem 1. Advent ratlos in einem Deko-Laden und kaufe planlos alles, was ich so kurzfristig noch finden kann. Da mich meine Notlösungen dann aber leider nie begeistert haben, hab ich in diesem Jahr schon im Frühjahr damit begonnen, Inspirationen bei Pinterest zu sammeln. Entschieden habe ich mich für diesen simplen DIY-Kranz aus Moos. Ist mal etwas anderes als immer diese Tannenzweige, die nach wenigen Tagen halbtot herunterhängen und bei jeder kleinsten Erschütterung ihre Nadeln von sich werfen. Hier ist also nun für alle Kurzentschlossenen eine einfache DIY-Anleitung für einen wunderschönen Adventskranz, der mit der richtigen Handhabung lange hält.

 

 

Material:

1 kg Moos (gerne in verschiedenen Sorten)

1 Steckschaum-Kranz Ø 30 cm

1 großer Teller)

ca. 40 Patenthaften oder Strohblumennadeln

4 Kerzen

4 Adventskranz-Kerzenhalter

Deko-Material nach Belieben

ggf. etwas Sprüh-Schnee

 

Anleitung:

Den Steckschaum-Ring und das Moos etwa 30 Minuten vorher wässern. Dann ganz einfach das Moos auf dem Steckkranz platzieren und mit den Patenthaften feststecken. Anschließend die 4 Adventskranz-Kerzenhalter im Kranz befestigen. Sollten diese schief stehen oder etwas wackelig sein, mit weiterem Moos unterfüttern. Kerzen auf den Kerzenhaltern feststecken und die Deko nach Belieben auf dem Kranz verteilen und – wer mag kann- etwas Sprühschnee auftragen. Et voilá: Fertig ist er. Der wohl schönste Adventskranz, der diese Wohnung je geziert hat! Damit sich der hübsche Kerl auch wirklich bis zum 4. Advent hält empfehle ich, ihn entweder alle 2 bis 3 Tage mit Wasser zu besprühen, damit das Moos auch schön grün bleibt. Bei meinem Steckring ist ein Gieß-Rand aus Pappmaché drumherum, das macht die Angelegenheit für mich zum Glück ganz einfach, denn ich werde ihn einfach alle paar Tage gießen. Noch ein Tipp, um die Lebenserwartung des Kranzes erheblich zu verlängern: Wenn man ihn über Nacht raus auf den Balkon oder Terrasse die stellt hat man noch länger Freude daran. Nur bitte Vorsicht: Mit dem Platzteller drunter und vollgesogen mit Wasser wiegt mein Kranz etwa 5 kg! Und wo wir gerade bei den Safety instructions sind: Auch wenn die Kerzen festgesteckt sind, lasst den Kranz bitte nicht brennen und verlasst das Zimmer. Die Geschichten von unbeaufsichtigten Adventskränzen kann man leider immer wieder in den Zeitungen nachlesen. Und da hatte das nie ein gutes Ende. In diesem Sinne: Sänk ju vor spending jor teim hier, täik kär änd gud bei… Ich wünche Euch eine schöne Adentszeit mit euren Lieben.

 

P.S. Solltet ihr mein Experiment ausprobiert haben, freue ich mich über Bilder oder Kommentare!

 

Travel

Mit dem Auto von Toronto nach Chicago

 

Der Sommer ist schon eine Weile her und damit liegt unser Nordamerika-Trip auch schon ein bisschen zurück: Wir haben im Juli eine 16-tägige Reise nach Kanada und in die USA gemacht. Der erste Teil der Reise bestand aus einem 1-wöchigen Aufenthalt in Toronto, dem Besuch der Niagara Falls und Niagara-on-the-Lake. Anschließend sind wir mit dem Auto von Toronto über Sault Sainte Marie und Green Bay nach Chicago gefahren. Wir haben so einen „Roadtrip“ bereits 2015 gemacht – damals ging es allerdings von New York über Boston nach Montréal und zurück – und diese Art der Reise für uns entdeckt, weil man gefühlt einfach mehr von land und Leuten kennenlernt als in den Touristen-Hotspots.

 

 

Die erste Lektion habe ich bereits kurz nach dem Verlassen Torontos gelernt: Kanada ist groß und nicht alle Regionen sind von der „gastronomischen Infrastruktur“ her vergleichbar  mit dem, was wir von den Highways in den USA kannten (#firstworldproblems). Von der Reise in 2015 waren wir es noch gewohnt, dass man entlang des Highways immer wieder einen Starbucks oder McDonald’s findet, wo man – für europäische Verhältnisse trinkbaren – Kaffee bekommt. Für einen Kaffee-Junkie wie mich ist das nun mal essentiell (und schon wieder: #firstworldproblems). Nicht aber in Kanada! Kaum waren wir aus dem Dunstkreis von Toronto raus, zeigte das Navi den nächsten Starbucks in 256 km Entfernung an. Das mittags um 12 Uhr, nach einer wenig erholsamen Nacht und einem langen und anstrengenden Tag vor uns. Na gut…

 

 

Die erste Etappe führte uns von Toronto entlang des Lake Huron über Sudbury nach Sault Sainte Marie. Laut Navi eine Distanz von etwa 700 km und etwas über 7 Stunden Fahrtzeit. Aufgrund einiger Baustellen, Staus und den Pausen, die wir zwischendurch zum Verschnaufen eingelegt haben, kamen wir abends aber erst gegen 23 Uhr in unserem Hotel in Sault Sainte Marie an. Ich hab von diesem Teil der Reise auch leider kein einziges Bild, da wir halt gefühlt den ganzen Tag auf dem Highway verbracht haben und dieser leider erst hinter Sudbury landschaftlich schön wurde. Zu dem Zeitpunkt war es aber leider schon zu dunkel zum Fotografieren, deshalb zitiere ich an der Stelle die liebe Heidi mit den Worten „Ich habe heute leider kein Foto für Dich!“…

 

 

Am nächsten Morgen stand nach dem Frühstück die Etappe Sault Ste. Marie – Green Bay auf dem Plan, das eigentliche Highlight der Aktion. Zum Glück waren das nur noch 450 km, die uns bei schönstem Wetter entlang der Küste des Lake Michigans führten. Der Lake Michigan ist mit einer Fläche von 58.016 km² der drittgrößte der fünf Großen Seen, und der einzige, der sich nur auf amerikanischem Terrain befindet. Flächenmäßig ist er sogar größer als die Schweiz. Das wurde uns aber auch erst bewusst, als wir am Ufer standen und den Eindruck hatten, wir sind am Meer. Die Küstenstraße war wirklich wunderschön und bis auf einen traurigen Moment – nämlich ein totes Schwarzbärenbaby am Straßenrand – ein echtes Erlebnis. Wir kamen gegen 17 Uhr in Green Bay an und hatten so noch genug Zeit, uns ein bisschen von der Stadt anzusehen. Die Reiseagentur, über die wir uns die Reise zusammengestellt haben, hat uns in einem wirklich schönen Hotel, mit einem imposanten Atrium-artigen Innenhof und sehr nettem Personal, einquartiert. Hängengeblieben sind wir nach einem Spaziergang durch die Straßen der Stadt allerdings am Hafen des Fox Rivers. Bei einem Cider und Live-Musik im Restaurant Hagemeister Park, haben wir stundenlang die vorbeifahrenden Schiffe beobachtet und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen.

 

 

Von Green Bay aus starteten wir dann am nächsten Tag in Richtung Chicago. Dies war mit 335 km der kürzeste und – ich muss es leider sagen – unspektakulärste Teil der Strecke, den wir aber aufgrund eines spontanen Besuchs in einem Outlet Centers etwas in die Länge gezogen haben. In den Staaten findet man entlang der Highways immer mal wieder Outlets. Der Besuch lohnt sich. Die Kleidung ist dort generell wesentlich günstiger und oftmals bekommt man auf bereits reduzierte Ware noch einen weiteren Nachlass. Dieses Jahr habe ich ein Tommy Hilfiger Kleid aus weißer Spitze für umgerechnet 37 € ergattert, da auf den Verkaufspreis nochmal 40 % Rabatt hinzukamen. Da lohnte sich auch der 2-stündige Zwischenstopp. In diesem Sinne einen schönen Restsonntag! Wir sehen uns wieder in … Chicago.