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März 2019

Ordnung

Frühjahrsputz & Vorratsschrank-Organisation

 

Kennt ihr das? Ihr wollt nur eine Dose Tomaten aus dem Schrank holen. Ihr macht die Tür auf und …: Entweder, sie geht gar nicht erst auf, weil sie wegen irgendetwas klemmt oder euch fällt direkt etwas entgegen. Oder ihr müsst euch erstmal durch Massen von Lebensmitteln kämpfen, bis ihr die eine Dose Tomaten findet. Das ist gefühlt das tägliche Szenario mit meinem Vorratsschrank. Es macht mich wahnsinnig! Zeit also, dem Drama ein Ende zu bereiten und mal wieder für Ordnung zu sorgen. Aber wo zur Hölle soll man bei dem Chaos anfangen?

 

 

 

 

Step 1: Ausräumen & aussortieren

Also, ran an die Dosen – erstmal habe ich alles ausgeräumt und sortiert. Dabei konnte ich schon mal die Verfallsdaten gecheckt und die Sachen entsorgt, die abgelaufen sind. Alles, was noch haltbar ist, habe ich in Produktgruppen zusammengefasst, um später einen besseren Überblick zu haben, was wie viel Platz braucht.

 

Step 2: Saubermachen

Als der ganze Kram erstmal draußen und aussortiert war, kam einiges an Staub, Schmutz und Krümeln zutage. Also weg damit! Ich persönlich bin bei solchen Sachen immer sehr bequem und schmeiße den Staubsauger an. Damit erwischt man auch das kleinste Zuckerkörnchen in der hinterletzten Schrankecke. Anschließend habe ich die Schubladen mit einer Lauge aus Wasser, Spülmittel und Essig (weil antibakteriell) ausgewischt… You never know, was sich im Laufe der Zeit in so einem Schrank ansammelt!

 

 

 

Step 3: Fächer aufteilen & einräumen

Jetzt ging es ans Eingemachte (kleiner Wortwitz)! Bei uns wird vor allem die Gewürzsammlung täglich benutzt. Deshalb musste diese am leichtesten erreichbar und auf einer angenehmen Höhe aufbewahrt werden. Auch Essig, Öl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Kartoffeln werden hier oft verwendet, weshalb ich sie auf die unteren Schubladen aufgeteilt. Damit das Chaos aber nicht in zwei Wochen von vorne anfängt, habe ich mir verschiedene Behältnisse für die Aufbewahrung besorgt: Essig und Öl haben nun ihren Platz in einem BRANKIS Korb von IKEA, den ich mit einem Rest schwarzer Kreidefarbe von einem DIY-Projekt gestrichen habe. Für die “losen” Produkte habe ich mich für die KORKEN Vorratsgläser entschieden. Da ich nirgendwo schöne Gewürzgläser gefunden habe, die kein Vermögen kosten, hab ich einfach eine Zeit lang die leeren Gläser von meinem ALNATURA Erdnussmus gesammelt und die Gewürze dort hinein gefüllt. Damit sind sie luftdicht verschlossen, ich hab Geld gespart und dazu noch was für die Umwelt getan (#upcycling). Außerdem haben die Gläser die perfekte Größe für meinen IKEA-Gewürzregal-Hack!

 

IKEA-Gewürzregal-Hack

Da ich nämlich weder bei Amazon noch sonstwo ein kleines Regal finden konnte, mit dem ich die Gewürze auf zwei Etagen lagern kann, musste ich mir einen kleinen Hack einfallen lassen: Ich hab mir die dafür die PLEJA Briefablage gekauft und zweckentfremdet, weil sie genügend Platz für die vielen Gläser hat und aus zwei Etagen besteht, die man aufeinander stellt. Jetzt stehen im obersten Fach die Gewürze, die wir am meisten brauchen und unten alles, was eher seltener zum Einsatz kommt. Um auf einen Blick zu sehen, was in welchem Glas versteckt ist, habe ich mir Etiketten von Depot gekauft und diese mit einem Edding, der auch auf unebenen Flächen nicht verläuft, beschriftet.

 

 

 

IKEA-Hack Teil 2: Ein neues Zuhause für Kartoffeln und Zwiebeln

Jetzt musste nur noch der untere Teil des Schranks mit Essig, Öl, Kartoffeln Zwiebeln und der Vorratsabteilung aufgeteilt werden. Für Letztere brauchte ich auf jeden Fall eine getrennte Aufbewahrungsmöglichkeit. Auf Pinterest findet man dafür viele Ideen und IKEA-Hacks wie beispielsweise Zeitschriftensammler. Da ich es allerdings gerne einheitlich habe und auch hier eine Aufbewahrungsmöglichkeit auf zwei Etagen besser ist, musste hier wieder die PLEJA Briefablage herhalten. Die habe ich mit zwei zurechtgeschnittenen PIPIG Tischsets ausgelegt, damit Kartoffeln und Zwiebeln wirklich keinerlei Berührungspunkte haben, und die Kartoffeln unten noch etwas besser vor Licht geschützt sind.

 

 

 

Step 4: Fertig!

Ladies unnd Gentleman, darf ich vorstellen: Ein aufgeräumter Vorratsschrank! Anstatt schon genervt den Schrank aufzumachen, freue ich mich jetzt sogar jedes Mal ein bisschen, wenn ich das Ergebnis dieses Frühjahrsputzes sehe. Und bis jetzt hat sich das neue System auf jeden Fall bewährt und es sieht immer noch alles schön ordentlich aus. Da macht das Kochen wieder mehr Spaß als vorher! Haltet mich für komisch, aber ich finde solche Putzaktionen immer unfassbar entspannend. Ausräumen, wegschmeißen und neu einsortieren hat sowas erleichterndes und ist jedes Mal aufs Neue Yoga für den Kopf. Deshalb wird das auch garantiert nicht der letzte Post zum Thema Frühjahrsputz bleiben. Stay tuned…

Organisation

Mehr erledigen mit dem Bullet Journal

 

Und erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt: Da hab‘ ich im letzten Post ganz vollmundig einen Beitrag zum Thema Bullet Journaling angekündigt und dann passierte … nichts! Der Geist war willig, aber die Gesundheit hatte andere Pläne. Deshalb darf ich mich aktuell mit einem Bandscheibenvorfall beschäftigen. Frei nach dem Motto „Januar und Februar waren nur eine Trial-Version, mein neues Jahr fängt im März an!“ heißt das jetzt allerdings einen Zahn zuzulegen, um die hochgesteckten Ziele dann doch noch zu erreichen. Und damit haben wir die perfekte Überleitung zum Thema Bullet Journal!

 

Was nach fancy Hipster-Kram klingt ist eine analoge Methode, die einem dabei helfen kann, den alltäglichen Wahnsinn aus To Dos und Ereignissen besser – also fokussiert und sinnvoller – zu bewältigen. Und das Schöne daran ist, man braucht dafür nicht mehr als ein Notizbuch (liniert, kariert, gestreift, gepunktet … was immer ihr mögt) und einen Stift.

 

 

Der Aufbau

Das Bullet Journal ist ein flexibles System, bei dem nur vier Kernmodule vorgegeben sind. Was man darüber hinaus noch braucht oder festhalten möchte (Tagebuch, Gratitude Journal oder ähnliches), ist einem selbst überlassen. Das erste dieser vorgegebenen Module ist das Inhaltsverzeichnis (Index), das es einem später einfacher macht, sich in der flexiblen Struktur zurechtzufinden. Dem folgt der Future Log, der wichtige Daten & Termine (Geburtstage, Reisen, Events und so weiter) in einer Jahresübersicht parat hält.

 

Um auch im jeweiligen Monat nicht den Überblick zu verlieren, wird ein Monthly Log angelegt, der wiederum mit den Terminen & Projekten für den jeweiligen Monat befüllt wird. Das vierte Kernmodul wäre dann der Daily Log mit den To Dos für den Tag, da ich das Bullet Journal derzeit allerdings nur privat nutze und die Anzahl der realistisch ausführbaren Aufgaben – neben einem 40-Stunden-Job daher überschaubar ist, nutze ich statt des Daily lieber einen Weekly Log, um meine Tasks für die Woche zu planen.

 

 

Der Schlüssel

Eine weitere Besonderheit des „BuJo“ ist die Systematik (Key), die hinter den verwendeten Symbolen steht: Für einen Task wird ein einfacher Aufzählungspunkt verwendet. Hat man die Aufgabe erledigt, wird der Punkt einfach mit einem X durchgestrichen. Muss ein Task auf einen unbestimmten Tag verlegt werden (Task migrated), wird der Punkt durch einen Pfeil nach rechts ( > = Task migrated) ersetzt. Gibt es bereits einen konkreten anderen Termin für die Erledigung der Aufgabe, wird der Punkt durch einen Pfeil nach links ersetzt (> = Task scheduled). Damit ist am Ende des Tages oder des relevanten Planungszeitraumes auch schnell ersichtlich, welche Punkte noch offen und relevant sind oder welche an Priorität verloren haben und zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden können.

 

Das Besondere

Wichtig beim Bullet Journaling ist es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das fängt schon bei der Formulierung der To Dos an: Es sind nämlich nur Stichpunkte – eben Bullets! Prägnant und aussagekräftig. Keine weit interpretierbaren Aufgaben wie beispielsweise „Aufräumen“, was nämlich von der Sockenschublade bis hin zur ganzen Wohnung inklusive Dachboden ungefähr alles bedeuten kann. Man benennt konkrete und messbare Tasks wie „Spülmaschine ausräumen“ oder „Folie 1 – 10 von Präsentation XYZ fertigstellen“.

 

Wer noch mehr Infos zum Bullet Journal haben möchte, erfährt auf der (englischen) Website alles rund um das Thema und seinen Erfinder.