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November 2018

Reisen

Kleine Mitbringsel und perfekte Souvenirs

 

Ich kann mich an kaum einen Urlaub erinnern, bei dem ich nicht irgendwem irgendetwas mitbringen sollte. Aber auch für mich selbst bringe ich immer gerne ein Souvenir mit, das mich an die Zeit dort erinnern soll. Wenn es etwas für einen selbst ist, ist die Auswahl ja noch relativ einfach, aber was zur Hölle bringt man Freunden und Verwandten mit?! Ich habe den letzten Portugal-Urlaub mal zum Anlass genommen, meine Top 5 Souvenirs und Mitbringsel aufzuschreiben.

 

 

#1 Landestypische Spirituosen

Fangen wir mit was Hochprozentigem an! Regionale Liköre oder Schnäpse sind immer ein gutes Mitbringsel für Väter, Schwiegerväter, Onkels und andere männliche Freunde und Bekannte. Wir haben bei einem Bar-Besuch in Tavira den portugiesischen Mandel-Likör Amarguinha lieben gelernt. Auf Eis, mit einem Spritzer Limettensaft ist der ebenfalls ein Highlight für Schwester, Cousine oder beste Freundin. Aber Vorsicht: Bevor ihr Flaschenweise Alkohol in den Koffer packt, informiert euch bitte vorher, wieviel Hochprozentiges ihr mit nach Deutschland einführen dürft!

 

 

#2 Regionale Spezialitäten

In Lissabon gab es unzählige Läden mit Fisch-Konserven aller Art. Aber auch hochwertige Öle, seltene Gewürze und Salz – wie zum Beispiel aus Es Trenc auf Mallorca – sind geniale Geschenke für alle Hobby-Köche und Küchen-Profis (aka Mütter und Großmütter). Für die Kleinen gibt’s natürlich landestypische Süßigkeiten. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man die aber vorher selbst mal kosten…Just saying!

 

 

#3 Kunst

Mein persönliches Lieblingssouvenir: Fotos oder Bilder von Straßenkünstlern. In Lissabon sind wir gleich zwei Mal schwach geworden, nämlich einmal bei dem (zwar gedruckten aber trotzdem wunderschönen) Aquarell-Bild, das nun eingerahmt einen Platz auf der Kommode im Schlafzimmer gefunden hat. Das zweite Mal waren es die schwarz-weiß Bilder eines farbenblinden (oder politisch korrekter: farbfehlsichtigen) Fotographen. Die haben zwar noch keinen Platz zuhause gefunden, werden aber bestimmt auch mal hier auf dem Blog auftauchen…

 

 

#4 Kosmetik

Für alle Beauty-begeisterten von Mutter, über Schwiegermutter, Tante, Cousine, Freundin oder Kollegin: Kosmetik und Seifen. Und damit meine ich nicht die aus Drogerie oder Parfümerie! In Lissabon sind wir mehr oder weder zufällig im Bairro Alto in einem Geschäft namens Avida Portuguesa gelandet. Neben regionalen Spezialitäten ( japp, genau: Fischkonserven) und den für Portugal typischen Kupfertöpfen, gab es dort auch eine große Auswahl an handgemachten Seifen. Mit ökologisch-korrekten Zutaten wie pflegendem Olivenöl, Schafs- oder Eselsmilch (Achtung: nicht Veganer-geeignet!) und diversen Kräutern sahen die Seifen in den fancy Verpackungen auch noch extrem hübsch aus. Und für die sensiblen Näschen gab es zum Glück auch Varianten ohne Duft. Aber auch Handcremes, Bodylotions und Naturkosmetik eignen sich prima als Geschenk für die Damen der Schöpfung.

 

 

# 5 Kühlschrank-Magnet

Okay, es ist der Klassiker und eventuell auch das unpersönlichste Geschenk überhaupt: Der Kühlschrank-Magnet. Ich bin mir absolut sicher, dass jeder, der diesen Blog-Artikel liest, mindestens einen an seinem Kühlschrank hängen hat. Er ist aber einfach oft die letzte Rettung (im Duty Free am Flughafen), wenn man nichts anderes gefunden hat und eignet sich sowohl für Geschwister, als auch Arbeitskollegen oder entferntere Verwandte. Ich habe sogar eine Bekannte, die darauf besteht, dass man ihr einen Magneten mitbringt. Ganz. Egal. Wo. Man. War. Den Kühlschrank würde ich zu gern mal sehen!

 

Reisen

Ein Wochenende in Riga

 

Schon mal daran gedacht nach Riga zu fliegen?! – Ich ehrlich gesagt auch nicht! Aber wie es der Zufall manchmal will, führt einen der Job manchmal an die seltsamsten Orte. Mein Wissen über Lettland und seine Hauptstadt hielt sich bis dato in Grenzen. Abgesehen davon, dass das kleine Land im Baltikum zur EU gehört und der Eurovision Song Contest 2003 dort stattgefunden hat, wusste ich ehrlich gesagt nichts über Lettland oder Riga und wäre vermutlich auch nie auf die Idee gekommen, dorthin zu fliegen.

 

Lettland ist wie bereits erwähnt, ein kleiner Staat im Herzen des Baltikums. Die genaue geographische Zuordnung zu Europa ist ein wenig schwierig, da das Baltikum irgendwie zu Nordeuropa, Mitteleuropa und Osteuropa dazugezählt werden kann. Und das spürt man auch, wenn man dort ist: Auf der einen Seite diese vielen skandinavischen Elemente und Einflüsse, andererseits aber auch super viel, das an die ehemalige sowjetische Präsenz dort erinnert. Mit seinen 700.000 Einwohnern ist Riga die größte Stadt des Baltikums. Zählt man die Einwohner der umliegenden Regionen noch hinzu, kommt man auf eine knappe Million Menschen, was die Hansestadt somit auch zum größten Ballungsraums macht.

 

 

Aufgrund der geographischen Lage ist Riga klimatisch gesehen eher feucht und kühl einzuordnen. Wir waren Anfang Oktober dort, wenn eigentlich Temperaturen zwischen 3° und 10° Grad Celsius angesagt sind. Da der super-heiße Sommer in diesem Jahr aber noch bis Anfang Oktober anhielt, kletterte das Thermometer sogar bis knapp über 20 ° und bescherte uns ein schönes, herbstliches Wochenende mit viel Sonne. Ich würde beim nächsten Besuch aber trotz alledem einen Regenschirm einpacken, da es im Herbst dort auch mal bis zu 11 Tage pro Monat regnen kann.

 

Flug & Unterkunft

Die Anreise war unproblematisch und mit Direktflug von Frankfurt zum Rigaer Flughafen in nur 2 Stunden sehr komfortabel. Von dort aus gelangt man entweder mit dem Taxi in die Stadt (kostet circa 16 Euro) oder aber, man nimmt den Bus für einen Bruchteil des Preises (zwischen 1,15 € und 2,00€. Je nachdem, wo man die Fahrkarte kauft.) Übernachtet haben wir im Park Inn by Radisson Riga Valdemara. Dieses Hotel ist noch ziemlich neu und liegt von der Stadt aus gesehen auf der anderen Seite des Flusses. Der Fußweg von dort in die Altstadt dauert etwa 20 Minuten, die Bus-Verbindung in die Stadt ist allerdings so gut, dass wir meistens mit dem Bus gefahren sind.

 

 

 

Sightseeing-Highlights

Panorama Riga Observation Deck (Hochhaus der Wissenschaften)

Der perfekte Start für eine Sightseeing-Tour durch Riga ist das Panorama Deck, das sich auf dem 108 m hohen Hochhaus der Wissenschaften befindet. Das Gebäude erinnert ein bisschen an die kleinere Version des Empire State Buildings in New York, weshalb es auch als Stalin Empire bekannt ist. Das Ticket für die Aussichtsplattform kostet gerade mal 5 €, dafür erhält man den vermutlich besten Blick auf die Stadt.

 

 

 

Altstadt

Riga ist berühmt für seine wunderschöne Altstadt, die Kathedralen und Kirchen. Neben den traditionellen lettischen Holzhäusern findet man außerdem auch Gebäude aus der Gotik, der Romanik und dem Jugendstil. Das ist auch einer der Gründe, warum ich Riga zuerst nicht so richtig einordnen konnte: Auf der einen Seite wirkt es durch die Holzhäuser sehr skandinavisch, andererseits findet man aber auch orthodoxe Kirchen mit goldenen Zwiebeltürmen sowie Denkmale und Statuen, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammen. Das macht aber auch den besonderen Charme Rigas aus.

 

 

Zentralmarkt

Schon vom Observation Deck aus fallen einem die fünf großen Hallen in direkter Nähe zur Düna auf: Die umgebauten Zeppelin-Hangars beherbergen seit 1930 den Zentralmarkt Rigas. Einst war er der größte und modernste Markt Europas, heutzutage ist er immerhin noch der größte Markt Lettlands und seit 1997 sogar Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Auf dem Zentralmarkt kann man das ganze Jahr hinweg alles Lebensnotwendige kaufen: von frischem Fisch und Fleisch, über Backwaren, Obst und Gemüse, bis hin zu Nüssen und Gewürzen, aber auch Blumen, Pflanzen und Handarbeiten.

 

 

Essen & Trinken

Black Magic Bar

Ein absolutes Muss ist die Black Magic Bar in der Altstadt von Riga! Von außen relativ unscheinbar, bemerkt man den eigentlichen Charme der Black Magic Bar erst, wenn man drinnen ist: Die Bar beziehungsweise das Café ist eingerichtet wie eine Apotheke im 18. Jahrhundert. Selbst das Personal trägt mittelalterliche Tracht. Neben dem berühmten Black Balsam, einem für Riga typischen Kräuterlikör, gibt es hier eine große Auswahl an Kuchen und Pralinen. Im unteren Geschoss befindet sich die Bar mit einigen unheimlichen Überraschungen.

 

Queens Pub

Wenige Meter von der Black Magic Bar entfernt ist der Queens Pub. Wie der Name schon vermuten lässt, ist das ein Pub nach britischem Vorbild. Im Queens gibt es eine gute Auswahl an regionalen und importierten Bieren, sowie Burger, Rippchen und Co. für das leibliche Wohl.

 

Kalku Varti

Ebenfalls auf der Kaļķu iela (zu Deutsch: Kalkstraße) und nur einen Katzensprung von den anderen beiden Lokalen entfernt, befindet sich das Kalku Varti. Das schöne Restaurant ist allein schon durch die helle und elegante Einrichtung ein Highlight. Serviert wird hier moderne lettische Küche mit Produkten aus dem Umland, den lettischen Wäldern sowie von regionalen Bauernhöfen.

 

 

 

Mein Fazit:

Riga wird als Ziel für eine Städtereise aktuell leider noch total unterschätzt und ist meiner Meinung nach ein kleiner Geheimtipp! Die Stadt hat aufgrund ihrer Geschichte und der verschiedenen kulturellen Einflüsse ihren ganz eigenen Charme und bezubert durch die historische Altstadt mit ihren schmalen Gässchen, die wunderschöne Architektur sowie dem Prunk aus der Sowjet-Zeit.