Monthly Archives

November 2017

DIY

DIY Adventskranz mit Moos

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…nächstes Wochenende ist es wieder soweit: Mit dem Beginn der Adventszeit startet auch der Weihnachtscountdown. Im Gegensatz zu den Jahren davor bin ich dieses Jahr aber darauf vorbereitet und habe sogar schon den Adventskranz fertig! Eigentlich bin ich sonst immer der Typ „auf den letzten Drücker“ und stehe dann mit schöner Regelmäßigkeit am Samstag vor dem 1. Advent ratlos in einem Deko-Laden und kaufe planlos alles, was ich so kurzfristig noch finden kann. Da mich meine Notlösungen dann aber leider nie begeistert haben, hab ich in diesem Jahr schon im Frühjahr damit begonnen, Inspirationen bei Pinterest zu sammeln. Entschieden habe ich mich für diesen simplen DIY-Kranz aus Moos. Ist mal etwas anderes als immer diese Tannenzweige, die nach wenigen Tagen halbtot herunterhängen und bei jeder kleinsten Erschütterung ihre Nadeln von sich werfen. Hier ist also nun für alle Kurzentschlossenen eine einfache DIY-Anleitung für einen wunderschönen Adventskranz, der mit der richtigen Handhabung lange hält.

 

 

Material:

1 kg Moos (gerne in verschiedenen Sorten)

1 Steckschaum-Kranz Ø 30 cm

1 großer Teller)

ca. 40 Patenthaften oder Strohblumennadeln

4 Kerzen

4 Adventskranz-Kerzenhalter

Deko-Material nach Belieben

ggf. etwas Sprüh-Schnee

 

Anleitung:

Den Steckschaum-Ring und das Moos etwa 30 Minuten vorher wässern. Dann ganz einfach das Moos auf dem Steckkranz platzieren und mit den Patenthaften feststecken. Anschließend die 4 Adventskranz-Kerzenhalter im Kranz befestigen. Sollten diese schief stehen oder etwas wackelig sein, mit weiterem Moos unterfüttern. Kerzen auf den Kerzenhaltern feststecken und die Deko nach Belieben auf dem Kranz verteilen und – wer mag kann- etwas Sprühschnee auftragen. Et voilá: Fertig ist er. Der wohl schönste Adventskranz, der diese Wohnung je geziert hat! Damit sich der hübsche Kerl auch wirklich bis zum 4. Advent hält empfehle ich, ihn entweder alle 2 bis 3 Tage mit Wasser zu besprühen, damit das Moos auch schön grün bleibt. Bei meinem Steckring ist ein Gieß-Rand aus Pappmaché drumherum, das macht die Angelegenheit für mich zum Glück ganz einfach, denn ich werde ihn einfach alle paar Tage gießen. Noch ein Tipp, um die Lebenserwartung des Kranzes erheblich zu verlängern: Wenn man ihn über Nacht raus auf den Balkon oder Terrasse die stellt hat man noch länger Freude daran. Nur bitte Vorsicht: Mit dem Platzteller drunter und vollgesogen mit Wasser wiegt mein Kranz etwa 5 kg! Und wo wir gerade bei den Safety instructions sind: Auch wenn die Kerzen festgesteckt sind, lasst den Kranz bitte nicht brennen und verlasst das Zimmer. Die Geschichten von unbeaufsichtigten Adventskränzen kann man leider immer wieder in den Zeitungen nachlesen. Und da hatte das nie ein gutes Ende. In diesem Sinne: Sänk ju vor spending jor teim hier, täik kär änd gud bei… Ich wünche Euch eine schöne Adentszeit mit euren Lieben.

 

P.S. Solltet ihr mein Experiment ausprobiert haben, freue ich mich über Bilder oder Kommentare!

 

Travel

Mit dem Auto von Toronto nach Chicago

 

Der Sommer ist schon eine Weile her und damit liegt unser Nordamerika-Trip auch schon ein bisschen zurück: Wir haben im Juli eine 16-tägige Reise nach Kanada und in die USA gemacht. Der erste Teil der Reise bestand aus einem 1-wöchigen Aufenthalt in Toronto, dem Besuch der Niagara Falls und Niagara-on-the-Lake. Anschließend sind wir mit dem Auto von Toronto über Sault Sainte Marie und Green Bay nach Chicago gefahren. Wir haben so einen „Roadtrip“ bereits 2015 gemacht – damals ging es allerdings von New York über Boston nach Montréal und zurück – und diese Art der Reise für uns entdeckt, weil man gefühlt einfach mehr von land und Leuten kennenlernt als in den Touristen-Hotspots.

 

 

Die erste Lektion habe ich bereits kurz nach dem Verlassen Torontos gelernt: Kanada ist groß und nicht alle Regionen sind von der „gastronomischen Infrastruktur“ her vergleichbar  mit dem, was wir von den Highways in den USA kannten (#firstworldproblems). Von der Reise in 2015 waren wir es noch gewohnt, dass man entlang des Highways immer wieder einen Starbucks oder McDonald’s findet, wo man – für europäische Verhältnisse trinkbaren – Kaffee bekommt. Für einen Kaffee-Junkie wie mich ist das nun mal essentiell (und schon wieder: #firstworldproblems). Nicht aber in Kanada! Kaum waren wir aus dem Dunstkreis von Toronto raus, zeigte das Navi den nächsten Starbucks in 256 km Entfernung an. Das mittags um 12 Uhr, nach einer wenig erholsamen Nacht und einem langen und anstrengenden Tag vor uns. Na gut…

 

 

Die erste Etappe führte uns von Toronto entlang des Lake Huron über Sudbury nach Sault Sainte Marie. Laut Navi eine Distanz von etwa 700 km und etwas über 7 Stunden Fahrtzeit. Aufgrund einiger Baustellen, Staus und den Pausen, die wir zwischendurch zum Verschnaufen eingelegt haben, kamen wir abends aber erst gegen 23 Uhr in unserem Hotel in Sault Sainte Marie an. Ich hab von diesem Teil der Reise auch leider kein einziges Bild, da wir halt gefühlt den ganzen Tag auf dem Highway verbracht haben und dieser leider erst hinter Sudbury landschaftlich schön wurde. Zu dem Zeitpunkt war es aber leider schon zu dunkel zum Fotografieren, deshalb zitiere ich an der Stelle die liebe Heidi mit den Worten „Ich habe heute leider kein Foto für Dich!“…

 

 

Am nächsten Morgen stand nach dem Frühstück die Etappe Sault Ste. Marie – Green Bay auf dem Plan, das eigentliche Highlight der Aktion. Zum Glück waren das nur noch 450 km, die uns bei schönstem Wetter entlang der Küste des Lake Michigans führten. Der Lake Michigan ist mit einer Fläche von 58.016 km² der drittgrößte der fünf Großen Seen, und der einzige, der sich nur auf amerikanischem Terrain befindet. Flächenmäßig ist er sogar größer als die Schweiz. Das wurde uns aber auch erst bewusst, als wir am Ufer standen und den Eindruck hatten, wir sind am Meer. Die Küstenstraße war wirklich wunderschön und bis auf einen traurigen Moment – nämlich ein totes Schwarzbärenbaby am Straßenrand – ein echtes Erlebnis. Wir kamen gegen 17 Uhr in Green Bay an und hatten so noch genug Zeit, uns ein bisschen von der Stadt anzusehen. Die Reiseagentur, über die wir uns die Reise zusammengestellt haben, hat uns in einem wirklich schönen Hotel, mit einem imposanten Atrium-artigen Innenhof und sehr nettem Personal, einquartiert. Hängengeblieben sind wir nach einem Spaziergang durch die Straßen der Stadt allerdings am Hafen des Fox Rivers. Bei einem Cider und Live-Musik im Restaurant Hagemeister Park, haben wir stundenlang die vorbeifahrenden Schiffe beobachtet und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen.

 

 

Von Green Bay aus starteten wir dann am nächsten Tag in Richtung Chicago. Dies war mit 335 km der kürzeste und – ich muss es leider sagen – unspektakulärste Teil der Strecke, den wir aber aufgrund eines spontanen Besuchs in einem Outlet Centers etwas in die Länge gezogen haben. In den Staaten findet man entlang der Highways immer mal wieder Outlets. Der Besuch lohnt sich. Die Kleidung ist dort generell wesentlich günstiger und oftmals bekommt man auf bereits reduzierte Ware noch einen weiteren Nachlass. Dieses Jahr habe ich ein Tommy Hilfiger Kleid aus weißer Spitze für umgerechnet 37 € ergattert, da auf den Verkaufspreis nochmal 40 % Rabatt hinzukamen. Da lohnte sich auch der 2-stündige Zwischenstopp. In diesem Sinne einen schönen Restsonntag! Wir sehen uns wieder in … Chicago.

 

 

Travel

Fudge und Wein in Niagara-on-the-Lake

 

Irgendwie war in den letzten Wochen mal wieder wenig Zeit zum Bloggen. Da kommt mir das schlechte Wetter draußen gerade recht, um mal wieder die Festplatte nach Bildern zu durchstöbern und da weiter zu machen, wo ich vor fast 4 Wochen mit dem Artikel über Niagara Falls aufgehört habe. Shame on me… Also: Drehen wir die Zeit einige Monate zurück bis zu einem wunderschönen Sonntag in Niagara Falls bei 25 Grad und Sonnenschein:

 

 

Folgt man dem Niagara River von den Wasserfällen aus stromabwärts, so gelangt man zu einer überdimensionalen Blumenuhr. Die Floral Clock ist Teil eines botanischen Gartens und besteht aus über 16.000 Blumen und Pflanzen. Zwei Mal im Jahr erhält sie ein neues Gesicht, wenn das Ziffernblatt neu bepflanzt wird. Sie gehört zu den Sightseeing-Attraktionen der Region und ist daher auch immer sehr gut besucht. Da wir dort nur einen etwa 15-minütigen Zwischenstopp gemacht haben, blieb leider nicht viel Zeit zum Erkunden des restlichen Gartens.

 

 

Weiter entlang dem Niagara Parkway mit seinen wunderschönen, freistehenden Häusern (Anwesen trifft es wohl eher) erreicht man Niagara-on-the-Lake: Ein kleines historisches Städtchen, das 2003 zu einer National Historic Site of Canada erklärt wurde. Viele der Häuser stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, nachdem die Stadt von US-Truppen angegriffen und zerstört wurde. Großbritannien half beim Wiederaufbau und so hat Niagara-on-the-Lake mit seinen etwa 15.000 Einwohnern und den bunten Häusern aus Backstein oder Holz noch viel vom Charme der alten Zeit behalten.

 

 

Der Ortskern besteht aus mehreren (überschaubaren) Straßenzügen mit eben diesen wunderschönen alten Häusern und Geschäften, in denen man regionale Spezialitäten wie Fudge oder Wein kaufen kann. In dem Maple Leaf Fudge Shop habe ich übrigens auch den Fudge gekauft, den ich in den Walnuss-Muffins verarbeitet habe. Der Toffee ist in unzähligen Geschmacksrichtungen erhältlich, kostet etwa 5,50 $ pro Stück und ist das perfekte Mitbringsel für Zuhause.

 

 

Ein Geheim-Tipp von unserem Guide John ist das Prince of Wales Hotel, mitten im Zentrum auf der Picton Street. Das Hotel ist im viktorianischen Stil eingerichtet, mit alten Möbeln und einem aufwendigen Parkettboden, der über 1 Millionen kanadische Dollar gekostet haben soll. Ein kurzer Blick in die Lobby oder auch ein Besuch im ausgezeichneten Restaurant lohnen sich!

 

 

Die Region Niagara ist bekannt für hervorragende Weine und vor allem für ausgezeichneten Eiswein. Deshalb darf bei einer Tour durch Niagara der Besuch einer der vielen Wineries nicht fehlen. Wer allerdings wie wir aus einer Weinbauregion kommt (#firstworldproblem), wird eventuell etwas verwundert sein: Wir haben als Abschluss unserer Tour die Pillitteri Winery besucht. Das, was man hierzulande unter einer Weinprobe kennt, ist dort eine etwa 15-minütige Verkaufsveranstaltung, bei der man zwei Weinsorten probieren darf. Wer darüber hinaus den berühmten Eiswein kosten möchte, muss für etwa 0,1l (also etwa ein halbes Weinglas) 4 Dollar zahlen. Ich war erst ein wenig irritiert, da ich von unseren Winzern etwas anderes gewohnt bin. Wenn man allerdings bedenkt, dass eine Flasche mit 0,375l Inhalt des kostbaren Zeugs etwa 70 Dollar kostet, ist es natürlich nachvollziehbar, dass der Eiswein nicht umsonst ausgeschenkt wird. Nichtsdestotrotz war er aber jeden Cent wert. Auch wenn ich mich dann doch lieber für ein Glas Senf mit Ahorn-Sirup als Souvenir entschieden habe.

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken